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Donnerstag, 27. Oktober 2016

3 Monate K4

(das mit Abstand am wenigsten fotografierte Baby dieser Familie)
3 Monate sind wir jetzt schon zu sechst. 3 Monate kommen mir lang und kurz vor. Es fühlt sich so an als ob sie schon ewig bei uns wäre. Der Alltag hat uns eingeholt. Oder überholt, weil ich eigentlich zu nix komme außer dem Alltag und den vielen tausend Kleinigkeiten und Terminen die mit 4 Kindern immer anfallen und sofort passieren müssen und keinen Aufschub dulden (so wie es beim bloggen möglich ist).
Das es sich so anfühlt liegt wohl auch daran das sie so "einfach" ist. Vielleicht weil sie das 4. Kind ist. Wobei ich das Gefühl "das Kind liefe mit" bei K3 auf gar keinen Fall hatte.
Sie schreit wenig, schläft gut besonders nachts aber auch tags noch viel.
Die Brüder akzeptieren sie ohne Eifersucht wobei K3manchmal noch etwas "grob" im Umgang ist, er hat da entweder noch kein Gefühl für was man machen darf oder will testen wie weit er gehen kann bis eine Reaktion kommt. Manchmal ist es auch nur gut gemeint das er mit ihr spielen möchte und weil sie ja aktiv nix macht werden alle Playmobil Männchen und Fahrzeuge etc. auf und um sie gelagert damit sie mitspielen kann. Das das noch etwa dauert begreift er zeitlich einfach nicht und ich könnte wetten das wenn sie mal soweit ist und an sein Spielzeug will sie nicht mehr darf. An die kleinen Playmobilteile von mir aus natürlich nicht, aber auch die "ungefährlichen" Sachen werden ihr dann wohl mit "meins, alles meins" entzogen sobald sie Interesse daran zeigt. Zumindest war es so oder so ähnlich bei K2 & K3 auch als sie mobil wurden.
Inzwischen kann sie ihren Kopf schon gut halten wenn sie auf dem Bauch liegt oder man sie auf den Arm nimmt.
Sie lächelt uns schon eine Weile an und das ist jedes Mal zum verlieben.
Sie lässt sich seit kurzem beim Stillen auch mal ablenken, vor allem wenn der erste Durst gestillt ist. Von Geräuschen, Bewegungen oder sie unterbricht es kurz um mich anzugrinsen und dann schnell weiter zu trinken.

Seien wir mal ehrlich mehr als den Kopf sicherer halten, schlafen, essen, grinsen und fröhlich sein braucht ein Baby in dem Alter noch nicht können.

(diesen oder einen ähnlichen Beitrag versuche ich schon seit fast 2 Monaten zu schreiben, aber immer kommt was dazwischen und es gibt wichtigeres zu tun und eigentlich sollte ich auch jetzt noch andere Sachen erledigen. Das Leben und so.)

Dienstag, 2. August 2016

Geburtsbericht K4

In der Nacht vom 20. auf den 21. Juli hatte ich immer wieder Wehen, stärker als vorher und auch mal regelmäßig.
Der Mann ist dann gegen 4 aufgestanden und hat noch geduscht, ich hatte das Gefühl es ist noch genug Zeit und keine Eile geboten. Nach dem aufstehen waren die Wehen auch wieder seltener geworden. Gegen 5 sind wir dann trotzdem in Krankenhaus gefahren. Dort wurde erstmal CTG geschrieben wo fast nix mehr drauf zu sehen war auch die Untersuchung ergab noch nix akutes. Da gerade Schichtwechsel war empfahl uns die Hebamme etwas spazieren zu gehen und gegen 7 wieder zu kommen dann könnte ich ein Bett auf der Station bekommen und auch frühstücken gehen.
Beim spazieren gehen hatte ich wieder häufiger Wehen aber nicht so stark, ich musste noch nicht anhalten zum atmen und konnte dabei auch noch reden.
Wir sind dann frühstücken gegangen und anschließend habe ich ein Bett bekommen. Ich wollte mich nochmal hinlegen und ausruhen und der ist solange für 1-2 Stunden zur Arbeit gegangen (aber nicht arbeiten nur mit den Kollegen quatschen etc.), wir sollten mittags wieder in den Kreißsaal zur Untersuchung kommen.
Mit dem Ausruhen war aber nur eine Hoffnung ständig kamen Leute ins Zimmer: Putzfrau, Ärzte für Visite (was ich irgendwie Quatsch fand bei mir), eine frau vom Verein Donum Vitae die wissen wollte ob ich noch irgendwelche Informationen oder Anträge brauche für Kindergeld etc., ein extra syrischer Arzt für meine Bettnachbarin die kein Deutsch konnte, er entschuldigte sich dann noch bei mir das sie nur arabisch miteinander sprechen würden, 2 Frauen um die Essensbestellung aufzunehmen, Personal zur Hygienekontrolle im Badezimmer (allerdings war das Bad besetzt und an den folgenden 2 Tagen habe ich die nie wieder gesehen).
Mittags kam der Mann wieder ich wollte noch das Mittagessen abwarten bevor wir wieder in den Kreißsaal gingen bevor es danach zu kalt wäre. Ich hatte nicht das Gefühl das sich großartig was tun würde/getan hat.
Im Kreißsaal (Vorbereitungsraum) gab es wieder CTG und Untersuchung. Auf dem CTG waren in knapp 1 stunde 2-3 Wehen und Muttermund sowie Gebärmutterhals waren seit morgens unverändert. Die Ärztin kontrollierte dann nochmal Fruchtwassermenge und Versorgung was auch beides in bester Ordnung war und deshalb wollte ich wieder nach Hause was eine Option war. Gegen 14 Uhr fuhren wir also wieder nach Hause.
Zu Hause lege ich mich erstmal aufs Sofa zum ausruhen (was gut möglich war weil meine Mutter mit den großen Kindern unterwegs war). Die Wehen kamen wieder häufiger und auch irgendwann schmerzhafter.
Gegen 17 Uhr ging ich nochmal duschen weil es den ganzen Tag schon so schwülwarm war und ich lieber zu Hause als im Krankenhaus duschen wollte. Mir war inzwischen klar das wir heute im laufe Abends nochmal zurück zum Krankenhaus fahren würden.
Gegen 18 Uhr haben wir Abendessen gegessen und es wurde immer klarer das wir eher früher als später zurück fahren werden.
Um kurz vor 19 Uhr waren wir auf dem Parkplatz.
Im Kreißsaal waren wir erstmal zum CTG im Vorbereitungsraum, diesmal auch mit Wehen und danach Untersuchung.
Erwartet hatte ich: "Gehen sie nochmal spazieren und kommen sie in ner Stunde wieder." (wie sonst eigentlich immer)
Bekommen habe ich: "Oh der Muttermund ist schon bei 7-8 cm, jetzt bringen Sie mich aber in Schwulitäten. Ich gehe mal schnell den Kreißsaal sauber machen."
In der Zwischenzeit kam die Ärztin (die gleiche, die bei K3s Geburt dabei war) und legte mir einen Zugang in die Hand für Schmerzmittel und was noch so evtl. nötig wäre (Schmerzmittel wollte ich, man weiß ja nie wie lange das noch so dauert).
Die Hebamme kam wieder und meinte "Wir öffnen gleich drüben die Fruchtblase dann beschleunigt sich das ganze, aber erst drüben sonst kommt das Kind hier". Also sind wir über den Flur zum Kreißsaal. Schmerzmittel wollte sie mir dann eigentlich gar nicht mehr geben und nur weil ich meinte dann hätten wir uns den Zugang auch ganz sparen können, habe ich doch ein bisschen bekommen. Inzwischen war es viertel vor/10 vor 8 vielleicht.
Bei der nächsten Wehe öffnete die Hebamme die Fruchtblase meinte dann der Muttermund wäre auch schon auf, wenn ich das Gefühl hätte pressen zu müssen, sollte ich loslegen.
Die Ärztin kam und meinte die Hebamme solle ihr Bescheid geben wenn es soweit wäre sie selber würde nebenan für einen Notkaiserschnitt gebraucht. Die Hebamme meinte dann "ähm, es geht schon los". Die Ärztin wollte dann einmal zu gucken und meinte dann "Sie schaffen das schon ohne mich, ich komme nachher zum gratulieren wieder."
Wie lange es dann genau gedauert hat kann ich gar nicht sagen, aber viel kann es nicht sein um 20:08 Uhr war K4 schon da.
Ich durfte dann in ein richtiges Bett während die Hebamme (just in case) den Rest wieder sauber machte und wir durften noch 2 Stunden im Kreißsaal verbringen. Am Ende gab es noch die U1 und ich wurde auf mein Zimmer gebracht.
Insgesamt war es denke ich die bisher schnellste Geburt und die mit am wenigsten richtig schmerzhaften Wehen. Dafür auch das kleinste, leichteste und das Kind mit dem geringsten Kopfumfang.

K4 - ca. 1 Stunde alt

Montag, 4. Juli 2016

Langeweile im Mutterschutz

Also davon abgesehen das ich natürlich keinen Mutterschutz habe wegen Nichtbeschäftigung vorher, habe ich mit 3 Kindern garantiert auch keine Langeweile. dazu kommt das es nur noch 2 Wochen bis zum Entbindungstermin von K4 sind und K1 nur noch diese Woche Schule hat und dann 1 Woche ins Zeltlager fährt. Also viele Termine treffen auf wenig Zeit.

Letzte Woche:
Montag
6:20 Wecker
dann Frühstück für Schule, Kiga und zu Hause machen, K1 geht alleine los K2&3 werden zum Kiga gebracht, danach selber Frühstück und "Freizeit"
bis 12:30 K3 abholen, essen
13:30 K1 kommt nach Hause, essen & Hausaufgaben
14:45 K2 bei der Musikalischen Früherziehung im Dorf abholen
Windeln für K2&3 kaufen
16:00 beim Mann vor der Arbeit (12 km Richtung NO) die Kinder und das Auto ihm übergeben
16:05 versuchen den Ferienspaß von K1 zu bezahlen aber zu lange Wartezeit
16:15 bei der Hebamme zur Sprechstunde für die geburtsvorbereitende Akkupunktur
16:55 fertig dann zur Bahn
17:10 fährt die Bahn (einmal die Stunde) zurück nach Hause
17:35 zu Hause wo der Mann schon essen kocht
dann Abendessen und Abendprogramm

Dienstag
6:20 Wecker
dann Frühstück für Schule, Kiga und zu Hause machen, K1 geht alleine los K2 wird zum Kiga gebracht, heute "pünktlich" noch vor 8 Uhr
K3 hat Fieber und ich bringen ihm zum Mann auf die Arbeit (12 km Richtung NO) im Kiga gibt es Ringelröteln was bei Schwangerschaften und nicht Immunität der Mutter gefährlich ein kann
8:30 Termin beim Gynäkologen mit CTG, Ultraschall und dem Rest an regulären Untersuchungen
10:00 K3 wieder einsammeln (die beiden waren währenddessen im Café um 2. Frühstück) und wieder nach Hause
12:15 K3 ist fertig und ich lege ihn hin (immer noch Fieber)
12:45 K1 kommt von der Schule mit Kopfschmerzen
Mittagessen und Hausaufgaben
13:15 K1 legt sich auch hin ich ruhe mich auch kurz aus
13:45 K2 vom Kiga abholen
14:15 K3 steht auf und spielt mit K2, K1 ruht sich weiter aus und liest
15:30 Mann kommt nach Hause zusammen mit Mann der Arbeitszimmer begutachtet für Homeoffice
Rasenmähen, Wäsche aufhängen, K1 nicht zu Pfadfindern wegen krank Mann und K2 trotzdem hin für Infos über Zeltlager
dann Abendessen und Abendprogramm (wobei K1 schon vorher eingeschlafen ist)

Mittwoch
6:20 Wecker
weil K1&K3 krank sind gehen wir heute (hauptsächlich) wegen K2 zum Kinderarzt (12 km Richtung NO). Logisch oder?!
8:17 Vertretungsklassenlehrerin ruft an ob K1 heute noch käme (hatte 7:30 auf den AB der Schule gesprochen, Sekretariat nur Mo+Di)
8:30 kommen wir los, hetze aber auch nicht geht ja um nix
9:00 Beim Arzt kommen wir wegen Ausschlag nicht ins Wartezimmer sondern in den Flur zum warten,
Gesundheitsstadien der Kinder abklären
10:15 im Outdoorladen noch je einen Beutel für dreckige Wäsche und Geschirr für K1 kaufen, sogar überraschend mit Pfadfinderrabatt
nach Hause, Mittagessen, Kinder spielen, aufräumen, mit Schwiegeroma telefonieren, Mann kommt nach Hause, Kinder duschen, Abendessen und Abendprogramm

Donnerstag
6:20 Wecker
dann Frühstück für Schule, Kiga und zu Hause machen, K1 geht alleine los K2&3 werden zum Kiga gebracht, heute "pünktlich" noch vor 8 Uhr
ich fahre einkaufen (13 km Richtung W) bei Real gibt es Pampers im Angebot die wir bei K3 für nachts nutzen und dann kaufe ich auch gleich essen fürs Wochenende ein etc.
12 Uhr K1 kommt von der Schule, Mittagessen, Hausaufgaben
13:45 K2&3 vom Kiga abholen


Freitag
6:20 Wecker
dann Frühstück für Schule, Kiga und zu Hause machen, K1 geht alleine los K2&3 werden zum Kiga gebracht, danach selber Frühstück
9:15 mit dem Fahrrad zur Schule für Büchereidienst. Es kommt aber kein einziges Kind
10 wieder nach Hause
11:45 K1 kommt nach Hause
bis 12:30 K2&3 abholen zusammen nochmal zur Bücherei (direkt gegenüber) um die Viertklässler aufzuschreiben die noch Bücher zurück geben müssen vor den Ferien nächste Woche, Zettel der Direktorin abgeben
nach Hause und Mittagessen


Diese Woche:
Montag:
6:20 Wecker
dann Frühstück für Schule, Kiga und zu Hause machen, K1 geht alleine los K2&3 werden zum Kiga gebracht, zum Bäcker das bestellte Brot abholen und Brötchen dazu geschenkt bekommen, danach selber Frühstück, Haushalt, Telefonat
bis 12:30 mit dem Fahrrad K3 abholen, kurz zur Schule rüber und mit K1 Interrims Klassenlehrerin etwas klären, mit dem Fahrrad nach Hause, essen (Reste vom Wochenende)
13:30 K1 kommt nach Hause, essen & Hausaufgaben
ab 14:30 los um K2 zu Fuß bei der Musikalischen Früherziehung im Dorf abzuholen und dann K1 zu einer Schulfreundin bringen (insgesamt 3,5 km laufen)
um kurz vor 4 sind wir zu Hause und ich bin ziemlich platt. Trinken und Wassermelonenpause, Kinder gehen in den Garten zum spielen
16:35 der Mann kommt nach Hause wir tauschen uns kurz aus
17:30 holt er K1 von der Freundin ab
18 Uhr "High Noon" auf der Straße. Dorfrat, Vertreter von der Stadt (oder vom Kreis?) Bauingenieur und alle Anwohner/Eigentümer treffen sich um die geplante Sanierung der Straße zu besprechen. Ich mache mit den Kindern das Abendprogramm während der Mann mitdiskutiert. Im Anschluss geht er noch zum Ortschaftsrat wo die Maßnahmen für die Straße gleich beschlossen werden, er ist gegen 21 Uhr zurück

Dienstag
siehe WMDEDGT 07/16

Mittwoch
Plan:
Normaler Tag. K1 bis 11:30 Schule, K2&3 bis 14 Uhr Kiga. Um kurz vor 16 Uhr zur Stadt (12 km Richtung NO) fahren da Kinder dem Mann übergeben und zur Akkupunktur (letztes Mal) bei der Hebamme gehen dann mit der Bahn zurück.
normaler Abend

Donnerstag
Plan:
Normaler Morgen. K1 bis 11:30 Schule K1 mit Auto von der Schule abholen um sein ganzes Schulmaterial von Klasse 1 einzusammeln, evtl. vermisste Gegenstände zu finden etc. (sie wechseln den Klassenraum zum nächsten Schuljahr).
K2&3 bis 14 Uhr Kiga
14:30 Frisör für die Kinder (im Dorf)
16 Uhr Augenarzt für K1&2 (Stadt 13 km Richtung SO) mit Augentropfen vorher
normaler Abend, je nach Müdigkeit Teile vom Spiel Deutschland - Frankreich gucken

Freitag
Plan:
Normaler Morgen. K1 hat um 10:45 Schulschluss
restliche Sachen für das Pfadfinderlager packen wo Abends Gepäck Abgabe ist.
K2&3 bis 12:30 vom Kiga abholen
Schwiegermutter läuft im laufe des Mittags auf und will über nach bleiben
18 Uhr Gepäckabgabe im Dorf
19 Uhr Zeugnis-Essen gehen (K1 hat sich Italiener gewünscht)

Samstag
Plan:
10 Uhr Treffen, Segen und Abfahrt der Pfadfinder
evtl. fährt der Mann noch mit unserem Auto mit um Gepäck zu transportieren, entscheidet sich Freitag (1 Stunde pro Richtung an Fahrtzeit)
Schwiegermutter macht sich wieder auf den Weg nach Hause

Ab dann habe ich Zeit. Auch wenn ich denke das Baby wird sich noch etwas Zeit lassen :)


Mittwoch, 25. Mai 2016

Babyerstausstattung

Wir hatten/haben bei allen Kindern eine unterschiedliche Wohn-/Lebenssituation von daher auch immer mal wieder Sachen abgeschafft der hinzugefügt.
  • Stillkissen - habe ich eines bei K1 bei babybutt gekauft und bei K3 und jetzt nochmal einen Nachfüllpack an Styroporkügelchen zum nachfüllen bei amazon (Naht auftrennen und zunähen). Ich habe nur den einen Bezug der damals schon drauf war und das einzige was ich wichtig fand war und ist, dass er abnehmbar und zum waschen ist
  • Babyphon - je nach Wohnsituation. Wir haben damals das Angelcare (ohne Matte) gekauft. Würde ich aber nicht wieder tun weil es nicht zuverlässig funktioniert manchmal schlägt es weder akustisch noch visuell aus auch wenn beide Teile an sind, vielleicht liegt es nur an unserem Modell aber trotzdem
  • Stubenwagen - haben wir das alte Familienmodell da haben schon einige meiner Onkel drin geschlafen. Meine Mutter hat für mich damals einen neuen Himmel und so einen "Umhang" genäht und bei K2 dann mal ein neues Gummiband eingezogen (damit es wieder ordentlich sitzt). Vor K1 Geburt habe ich eine richtige Matratze gekauft mit Bezug vorher war es lediglich Schaumstoff. Die benutzen wir wieder auch wenn im Moment gerade meine Cousine noch drauf schläft aber im Sommer wird sie dem Wagen entwachsen sein. Vermutlich werden wir den Stubenwagen für Tagsüber im Erdgeschoss haben (ist bei uns alles ein offener Raum bis auf WC). Bei K1 war es noch das Hauptbett.
  • Beistellbett - Hatte der Mann für K2 eins aus einem alten IKEA Regal selbst gebaut und bei K3 auch genutzt. Das Bett (also unseres) haben wir aber nicht mehr deswegen passt das nicht mehr. Jetzt haben wir ein günstiges IKEA Gitterbett gekauft wo man eine Seitenwand abnehmen kann, das passt von der Höhe genau mit unserer Bettkante. dazu eine Matratze von babymarkt.de
  • Wickeltisch - Damals vor K1 Geburt hatte jeder (von uns beiden Erwachsenen) eine Kommode von IKEA (BIALITT, gibt es nicht mehr im Programm) für seine Anziehsachen. Aus Platzgründen haben wir eine davon im Schlafzimmer geräumt und eine einfache, von meinem Schwiegervater vor über 30 Jahren für die eigenen Kindern selbstgebaute Wickelauflage drauf gelegt. Obendrauf dann noch eine gekaufte Wickelauflage wobei das jetzt schon die 3. ist nach 7 Jahren Dauernutzung.
  • Wärmelampe - haben wir von meinem Onkel und meiner Tante geerbt. Wir haben sie für die erste Zeit immer aufgehängt zum nächsten Umzug dann ab montiert und erst wieder montiert wenn wir ein frisches Baby hatten. Ich fand es bei den Herbst-Winterkindern (Januar, Oktober, September) ganz gut und nachts habe ich gar kein zusätzliches Licht angemacht im Normalfall da reichte die Helligkeit zum Pipi Windel wechseln. Ob wir sie dieses mal montieren müssen wir noch überlegen (Juli) und vor allem wo der Wickeltisch am Ende stehen soll, ich will ja nicht nachts immer zu K2&3 ins Zimmer laufen.
  • Laufstall - bei K1 habe ich den nie gebraucht, bei K2 hatten wir keinen Platz da hatte ich zeitweise das Reisebett im Wohnzimmer stehen als Ersatz und bei K3 hatten wir den von den Nachbarn geliehen, hätte ich auch nochmal gemacht aber sie haben ihn inzwischen verkauft. Ich brauchte ihn vor allem damit das Baby mal Ruhe vor den großen Geschwistern hat, damit es sicherer liegt als auf dem Boden wo die anderen rum rennen und evtl. nicht aufpassen, damit ich in den Keller zur Waschmaschine konnte ohne Angst zu haben das das Baby oben irgendwo dran geht, etwas runter reißt etc. und sich damit verletzt oder ähnliches (vor allem als er dann älter war). Abgebaut haben wir ihn als K1&2 ihm gezeigt haben wie man oben drüber klettern kann. Bei K1 gab es halt keine großen Geschwister die Waschmaschine stand in der Wohnung bis er fast 3 war und zur Not (Müll rausbringen etc.) hat das Gitterbett mal kurz hergehalten. Jetzt überlegen wir noch ob wir einen gebrauchten Laufstall kaufen.
  • Kinderwagen - hatten wir bei jedem Kind einen anderen aber immer gebraucht und im Anschluss wieder verkauft.
    • Bei K1 Emmaljunga der mir nach Umzug ins bergige aber zu schwer war und mit Bahnhof der nicht ebenerdig erreichbar war.
    • Bei K2 weiß ich gar nicht wie er hieß der hatte bloß m Ende eine einseitig defekte Bremse und wir haben ihn an Leute verkauft die meinten das könnten sie reparieren.
    • Bei K3 hatten wir einen Quinny der war auch ok hatte aber wie der bei K2 einen ultrakleinen Stauraum unten drunter. Bekannte brauchten aber letztes Jahr dringend einen weil ihr eigener kaputt war also haben wir ihn verkauft
    • Bei K4 haben wir wieder einen Emmaljunga gekauft, da konnte sogar in ganzer Windelkarton problemlos drunter wobei wir jetzt ein neueres (leichteres) Modell haben der 1. hatte einen Metallkorb drunter der jetzt einen aus Stoff aber trotzdem größer als die bei den anderen 2 Kinderwägen
  • Wickeltasche - bei K1 hatten wir uns für einen Wickelrucksack (von Jack Wolfskin) entschieden und den auch geschenkt bekommen. Wir hatten deswegen einen Rucksack gewollt weil das Gewicht dann einfach besser verteilt ist wenn man ihn trägt im Verhältnis zur normalen Wickeltasche wo das Gewicht nur an einer Schulter hängt. Wir haben den Rucksack dann aber vor K2 noch wieder weiter verkauft. Das Rucksack an sich war gut aber das Problem war wir haben K1 auch häufig getragen, solange das noch vorne war, war der Rucksack ach fast besser aber ab einem bestimmten Alter habe ich K1 (und auch die anderen) auf dem Rücken getragen und das deutlich länger als vorne und wie kann an einen Wickelrucksack und ein Kind gleichzeitig auf dem Rücken tragen? Also haben wir bei K2 dann einfach einen ganz normalen Rucksack verwendet wenn das besser ging und ansonsten eine Umhängetasche. Bei dem, bei K2 gekauften Kinderwagen war eine relativ kleine Wickeltasche dabei die man auch am Lenker befestigen konnte. Die reichte super für das notwendigste und man konnte sie auch als Umhängetasche mitnehmen. Ansonsten habe ich durch Pia damals von Frau Rieke gelesen und habe inzwischen 3 verschiedene So.Oder.So Taschen (mit kleiner Zusatztasche) die ich je nach Bedarf verwende (auch als nicht Wickeltasche).
  • Trage
    • Bei K1 hatten wir von meiner Cousine einen babybjörn Trage. Die haben wir am Anfang benutzt ohne uns groß Gedanken zu machen aber 1. hing das Gewicht nur an den Schultern und auch wenn er eher leicht war, war es irgendwann anstrengend und 2. nach Beschäftigung mit dem Thema haben wir raus gefunden das die Sitzhaltung darin echt schlecht ist. Zudem hatten wir von meiner Tante noch ein (festes) Tragetuch damit kam ich aber gar nicht klar. Ich hatte immer das Gefühl das Kind fällt gleich unten aus oder der Knoten ist nicht fest genug und es war zu lang für mich.
    • Als K1 etwa 3 Monate alt war haben wir dann eine Manduca Trage gekauft die wir immer noch in Benutzung haben. Das erste 1/2 bis 3/4 Jahr vorne getragen dann hinten auf dem Rücken. Geht schnell anzuziehen, leicht verstellbar, sitzt gut. Wir haben die Kinder auch lange darin getragen. Im Zweifelsfall Trage dabei aber keinen Kinderwagen und wenn das Kind nicht mehr laufen wollte einfach in die Trage setzen. Bei K2 habe ich dann festgestellt das der eingebaute Neugeboreneneinsatz der Manduca mir so naja gefällt, ich habe ihn dann zwar genutzt aber richtig optimal fand ich es nicht.
    • Also habe ich dann bei K3 mir noch ein flexibles Tragetuch (MobyWrap) gekauft und damit war ich für die ersten Monate echt super zufrieden. Es passt sich gut an, man kann den Stoff gut festziehen am Knoten.
    • Bei K1 hatten wir zusätzlich noch so eine Rückenkiepe weil wir das beide aus unserer Kindheit kannten das die Kinder darin getragen wurden (wenn sie etwas älter waren). Aber die haben wir dann wieder verkauft weil die Manduca trage einfach besser war (leichter, nimmt weniger Platz weg, sitzt angenehmer).
    • außerdem habe ich mir ein MaM Tragecover gekauft was man für alle Tragen benutzen kann nicht nur für die Manduca. Das bindet man sich einfach um wenn das Kind schon in der Trage sitzt damit es nicht zu kalt ist und dann muss man das Kind nicht extra aus der Trage raus und ein nehmen um ihm was anderen anziehen wenn man raus will. Ich habe nämlich nie eine Jacke gehabt die noch zu ging mit Trage
  • Anziehsachen - Habe ich vorher nie viel gekauft. Natürlich schon so einzelne Stücke die ich besonders schön fand aber wir haben bei K1 damals viel von meiner Tante und Cousine geerbt, teilweise sind da Sachen bei die ich damals schon an hatte. Was ich im laufe der Zeit als sehr praktisch empfunden habe (gerade bei den ganz kleinen) sind Wickelbodys anstelle von normalen Bodys muss man diese nicht über den Kopf ziehen. Außerdem haben meine Eltern aus einem England Urlaub von Next so einteilige Anzüge (mit Füßen!) mitgebracht die fand ich super praktisch vor allem als Wechselkleidung in der Wickeltasche, weil mit Body und einem weiteren Teil alles am Körper abgedeckt werden konnte ;)
    • Wer besonders kleine Größen braucht findet beim dm-Markt auch Sachen in Größe 50 und bei C&A eine kleine Auswahl sogar noch kleiner (Größe 44?)
  • Spucktücher/Mullwindeln - haben wir auch einige geerbt. Ansonsten gute Erfahrungen mit denen von IKEA gemacht. Sie sind etwas dicker und damit saugfähiger, nicht so teuer und halten mehrere Wäschen problemlos stand. Ob es die da derzeit im Programm gibt weiß ich aber gar nicht. Ansonsten kann man davon nicht genug haben. Vor allem wenn sich das Kind als Spuckkind herausstellt ;)



Bis auf Anziehsachen/Kinderwagenverkleidung waschen, Stillkissen nachfüllen und entscheiden wo Bett und Wickeltisch hin kommen (also Bett auf jeden Fall bei uns, aber ob wir noch das Schlafzimmer wechseln ist unklar) ist praktischerweise alles schon fertig.
Sind ja auch nur noch ca. 8 Wochen :)

Dienstag, 10. Mai 2016

Die Namensfrage

© Bild: www.beliebte-vornamen.de - Jahrgang 208

Bei jedem Kind wird es (gefühlt zumindest) schwerer einen Namen auszusuchen. Besonders bei einem 4. Jungennamen tun wir uns sehr schwer. Jetzt sind es heute nur noch 10 Wochen bis zum errechneten Entbindungstermin und wir haben nicht mal wirklich angefangen darüber zu sprechen. Jeder hat für sich vielleicht schon mal überlegt aber mehr ist nicht passiert. Ich denke immer: ist ja noch Zeit. Außerdem habe ich noch eine mini kleine Hoffnung das es vielleicht doch ein Mädchen ist (aber: pst!).

Die Kriterien:
  • mehr als 1 Silbe, da unser Nachname schon kurz und einsilbig ist würde sich ein kurzer Vorname sehr abgehackt anhören
  • am liebsten einen Anfangsbuchstaben den wir bei unseren Kindern noch nicht haben (ist bei der Beschriftung von allem möglichen einfacher ;) )
  • bei den 3 großen Jungs hatten wir immer 3 Silben, 6 Buchstaben und die gleiche Herkunft des Namens. Bei K1 war es noch völlig willkürlich, bei K2 war es dann Zufall und passte gut und bei K3 haben wir aus Spaß danach gesucht und was gefunden was uns gefällt, aber ich denke wir werden diesmal nicht genau diese Kombination hinbekommen (es gibt noch Namen die allen 3 Kriterien entsprechen aber die gefallen uns nicht)
  • es muss gut mit dem Nachnamen zusammen klingen
  • am besten sollte er nicht mit dem gleichen Anfangsbuchstabend wir der Nachname anfangen oder einem weiteren der vom Klang her oft sehr ähnlich ist, hört sich meist komisch an
  • der Name sollte am besten nicht auf den 1. Buchstaben des Nachnamens enden, ergibt irgendwie meist was zungenbrecherisches oder geht direkt ineinander über wenn man es sagt
  • wir brauchen zusätzlich noch einen 2. Namen der entsprechend auch vom Klang dazu passen muss
  • er sollte einfach zu schreiben und auszusprechen sein (bei Philip/Phillipp/Philipp/Phillip/Filip weiß ich z.B. selber nie was jetzt richtig wäre)
und am wichtigsten:
  • er muss uns beiden gefallen!
Ich gehe dann mal überlegen. 10 Wochen sind schnell rum :)

Donnerstag, 4. Februar 2016

'ne echt kölsche Mädche

Ich bin in Köln geboren und aufgewachsen und zwar den Großteil davon mitten drin im Severinsveedel. Auch die weiterführende Schule lag (liegt natürlich immer noch) in diesem Veedel. Karneval war also einfach unumgänglich.
Zusätzlich war mein Opa jahrelang Zugführer eines Karnevalszugs im Kölner Süden. Gefühlt bis ich ca. 20 war. In echt evtl. auch ein paar Jahre weniger oder mehr. Dadurch war unsere ganze Familie (meine Mutter hat 6 Geschwister) dort immer einbezogen. Die Familie ist auch einmal als Gruppe in ebendiesem Zug mitgegangen. Ansonsten bin ich nachdem ich Schulkind war alleine oder mit meinem Bruder vorne her gegangen als Traditionsfigur (Bauer bzw. Bäuerchen). Später haben das meine Brüder und Cousinen fortgesetzt. Es war auch die Überlegung ob K1 in meine Fußstapfen tritt dieses Jahr zusammen mit einer meiner jüngsten Cousinen. Aber die Organisation ist dieses Jahr etwas anders also haben wir es abgesagt.
Vorher haben wir uns genau überlegt wie wir uns verkleiden wollen. Solange einer von uns in den Kindergarten ging gab es dort ein Motto nachdem man sich richten sollte (Geschwister natürlich optional). Die Eltern haben sich in manchen Jahren sogar zum Kostümnähen/basteln getroffen.
Wir haben von Weiberfastnacht bis Veilchendienstag im Normalfall das Haus nur im Kostüm verlassen (nicht unbedingt jeden Tag das gleiche).
An Weiberfastnacht wurde im Kindergarten mit Eltern und Geschwister gefeiert mit Essen das die Eltern mitbrachten. Meine Mutter zum Beispiel hat immer Mutzemandeln gemacht (auch heute noch aber nicht mehr in den Mengen und manchmal auch gar nicht) die im Kölner Karneval einfach genauso dazu gehören wie Berliner. Nachmittags waren wir manchmal noch bei befreundeten Familien/Nachbarn zum feiern eingeladen.
Donnerstags war dann auch in der Grundschule Party (ohne Eltern) und auch in der Weiterführenden Schule bis zur Oberstufe da gab es dann Mittwoch abends eine Oberstufenparty mit der Nachbarschule und wir durften Donnerstags zu Hause bleiben. In der Grundschule durfte man Freitags noch in die Schule kommen zum "aufräumen" z.B. wenn die Eltern arbeiten mussten, war aber freiwillig und ich kann nicht sagen was da je gemacht wurde, ich war nie da ;-)
Montags war aber überall frei wegen Brauchtumspflege und den Dienstag hatten wir in der Grundschule auch frei und in der weiterführenden Schule wurde der an 2 Samstagen (wo Tag der offenen Tür war) vorgearbeitet.
Samstags waren wir immer bei meinen Großeltern um für meinen Opa am nächsten Tag beim "Strüßjer" (Blumen mit Grünzeug) binden zu helfen. Zwischendurch gingen wir zu einem Vorortszug in der Nähe wo mein Opa schon mal die Musikgruppen begrüßte die am nächsten Tag auch in "seinem" Zug mitgehen würden. Teilweise kamen (und kommen noch) die sogar auch Hamburg.
Als wir älter waren sind wir manchmal auch Samstags abends zum Geisterzug gegangen.
Sonntag stand schon immer alles im Zeichen des Zuges meines Opas. Vormittags trafen sich alle bei meinen Großeltern wo es Gulaschsuppe gab. Es mussten noch Vorbereitungen getroffen werden (z.B. Straßen absperren, letzte Autos aus dem Parkverbot entfernen lassen etc). Mein Opa und Helfer mussten schon eher los um die Zugaufstellung zu beaufsichtigen. Wer nicht teilnahm stand am Rand des Zuges zum zu gucken und Kamelle sammeln. Da wir im Falle des Mitlaufens nach der Polizei die ersten im Zug waren konnten wir uns auch gut noch am Ende hinstellen und Kamelle sammeln (sofern die Gruppen noch etwas hatten) während der Zug sich nach und nach dahinter auflöste.
Danach gingen wieder alle zu meinen Großeltern zum feiern, Berliner, Mutzemandeln & Spitzpopos essen, Beute sichten und tauschen.
Die Erwachsenen gingen oft abends nochmal feiern während wir bei meinen Großeltern blieben (weiter Cousins und Cousinen kamen erst dazu als ich 10 war).
Montags guckten wir uns meistens einen Rosenmontagszug an, allerdings nie den echten großen den habe ich das erste mal mit 12-13 vielleicht gesehen als ich mit einer Freundin und deren Familie mitgegangen bin.
Dienstags war dann noch bei uns im Veedel ein kleiner Zug hauptsächlich bestehend aus Fußgruppen mit lokalem Veedelsbezug (Kindergärten, Schulen, Jugendeinrichtungen, Sportvereine etc.).
Am Aschermittwoch war dann tatsächlich alles vorbei. In der Grundschule waren wir am Aschermittwoch auch in der Kirche (ich kann mich an das Aschekreuz auf der Stirn erinnern) in der weiterführenden Schule kann ich es nicht sagen).

Jetzt wohne ich seit 13 Jahren nicht mehr in Köln, war aber oft zu Karneval da aber irgendwie finde ich es schade das meine Kinder nicht so damit aufwachsen können auch wenn wir meistens hinfahren ist es nicht das gleiche.
K1 hat mehr die Norddeutsche Mentalität seines Vaters geerbt. Die Süßigkeiten sind ganz ok. Verkleiden geht bis zu einem gewissen Maß (selbst mit 2 wollte er schon nicht), schminken aber nicht. Die Musik zieht ihn dann aber doch in ihren Bann.
K2 und K3 könnten evtl. mehr karnevalistische Gene abbekommen haben, mal sehen.
In der Grundschule wird Freitags gefeiert mit Polonaise durch die Schule und Ententanz in der Sporthalle, ich bin gespannt was K1 morgen nach der Feier sagt.
Im Kindergarten feiern sie Rosenmontag wo wir bisher erst einmal waren und auch dieses Jahr nicht sein werden weil Montag immerhin Schulfrei ist und wir wieder nach Köln fahren können.
Mit Kölle Alaaf und Leuten die verstehen können was sie singen und für die auch zumindest während des Fastelovend tatsächlich gilt "Hey Kölle, do ming Stadt am Rhing"!



Sonntag, 5. Juli 2015

WMDEDGT? 07/15

Eigentlich hatten wir den Wecker erst auf halb 8 gestellt, aber durch die anhaltende Wärme hatten wir mit offenem Fenster und Rollo geschlafen und das Zimmer liegt auf der Ostseite des Hauses also waren wir (und die 2 Kinder im unserem Bett) früher wach.
Dafür hatten wir dann aber alle genug Zeit zum duschen und Frühstücken.
Zusätzlich zu uns 5 waren noch 5 weitere Gäste bei uns einquartiert (die armen Studenten)und es hat sich als sehr praktisch herausgestellt das wir 2 Duschen haben.
Kurz nach 9 sind wir zusammen mit Gästen die direkt um die Ecke im Hotel übernachtet haben) zu Fuß zur Kirche gelaufen und waren rechtzeitig da. Genug Zeit um nochmal im Eiltempo mit dem Auto eines anderen Gastes ach Hause zu fahren um die Taufkerze zu holen ;)
Der Gottesdienst war sehr schön. K1 durfte das Taufwasser ins Becken gießen und K2 die Kerze tragen.
K3 hat dann im Anschluss "dädig" gerufen und wollte noch weiter im Wasser plantschen und fand es nicht gut das er nicht durfte. Dafür ist er dann kurze Zeit später auf meinem Schoß eingeschlafen und hat auch umgebettet in den Buggy den Weg zum Gasthof wo wir zum Brunch eingeladen hatten schlafend überstanden.
Das Essen hat allen sehr gut geschmeckt, wir waren auch die einzigen Gäste bis kurz vor Schluss noch 3 Personen kamen. Das Wetter war bis auf einen kurzen Schauer super. Am Haus war ein Spielplatz wo die Kinder spielen konnten.
Gegen 14 Uhr haben wir uns auf den Weg nach Hause gemacht. Die Hälfte zu Fuß die Hälfte mit dem Auto (vor allem die älteren).
Zu Hause haben wir noch die letzten Kuchen fertig gemacht und die Patentante hat die Cupcakes verziert. Es wurde Kaffee gekocht und Eis gegessen.
K3 durfte Geschenke auspacken.
Dann gab es Kaffee und Kuchen und im Anschluss kam überraschenderweise der Schützenumzug doch durch unsere Straße (die ganzen Gäste mussten schnell ihre Autos wegparken auf Anweisung der Nachbarn) weil sie wegen Hitze eine kürzere Route festgelegt hatten.
So konnten wir unseren Gästen noch Programm bieten und das schmücken des Hauses mit bunten Wimpelketten (für die Taufe) hat sich richtig gelohnt.
Die Kinder haben derweil mit den Onkels Fußball gespielt, sich im Planschbecken geaalt oder auch mit dem Wasser die Blumen gegossen. 2 von 3 Kindern liefen den halben Nachmittag nackig durch die Gegend und alle hatten viel Spaß!
Außerdem kam durch den Schützenumzug noch eine Frau vorbei der das Haus (mit ihren Geschwistern zusammen) vorher gehört hat und die ganz begeistert war was wir daraus gemacht haben das es von außen so toll aussieht (sie wohnen den Großteil des Jahres nicht mehr hier und die Geschwister gar nicht) also durfte sie auch innen nochmal schauen und war total begeistert, ich hatte das Gefühl jetzt würde sie auch wieder gerne hier wohnen ;)
Gegen 4 fingen die Gäste an ihre Zelte abzubrechen. Am Ende waren nur noch die Patentante und meine Eltern da.
Also haben der Mann und ich erstmal die geliehenen Bierzeltgarnituren wieder zurück gebracht, wobei es da schon anfing zu tröpfeln und als wir gerade wieder zu Hause waren ging die Sinnflut nieder. Zum Glück ist hier aber sonst nix passiert.
Die Patentante ist dann auch wieder gefahren und meine Eltern (denen aufgefallen war das sie beide morgen frei haben und die deswegen noch über Nacht geblieben sind) und wir haben noch einen Rest Gulaschsuppe und Fladenbrot gegessen. Dann gab es noch Sandmännchen, eine Geschichte von der Oma vorgelesen und ab ins Bett.
Wir haben den Abend gemütlich mit Füße hoch auf dem Sofa mit offenen Fenstern die frische kalte Luft herein ließen ausklingen lassen.

Montag, 1. Dezember 2014

Adventsberg

Adventsberg von ca. 1930

Der Adventsberg gehört für mich schon seit Kindertagen zur Adventszeit. Jedes Jahr stand er auf einem Tisch und einer meiner Brüder oder ich durften das Christkind jeden Tag eine Stufe weiter runter setzen bis es an Heiligabend auf der Erde angekommen ist.
Auch für meinen Vater und seine 4 Geschwister war es in deren Kindheit der Adventskalender.
Diesen Adventsberg hat meine OmaVä (übermorgen 90 Jahre alt) in ihrer Kindheit mit ihrer Mutter und Schwester zusammen erstellt. Meine Oma war sich nicht mehr sicher wie alt sie genau war aber meinte so 5 müsste sie bestimmt schon gewesen sein, da sie selber mit aussägen durfte.
Auf die Frage wie s überhaupt dazu kam, meinte sie das sie eine Tante gehabt hat die Lehrerin gewesen ist und die das das mit den Schülern zusammen gemacht und dadurch ist meine Uroma auch dazu gekommen das mit ihren Kindern zu machen.
Als mein Vater und seine Geschwister älter waren und selber Kinder bekamen wurden noch 3 weitere Exemplare angefertigt (mein Onkel hat keine Kinder und brauchte/wollte keinen). Mein Vater war für die groben Sägearbeiten und Leiter bauen zuständig und meine Tanten haben die Sachen dann bemalt. Mein Vater durfte den "originalen" behalten. Neu dazu gekommen ist aber ein Nikolaus den meine Tanten für ihn mitgemacht haben.
Heute sieht es noch relativ leer aus aber, bei uns wird jetzt (fast) jeden Tag eine neue Figur hinzu kommen. Hauptsächlich Engel (die teilweise früher sogar ganz kleine Kerzen halten konnten), ein Nikolaus, eine heilige Barbara (ich komme ja aus dem katholischen Köln und die väterliche Familie ist katholisch), Josef, Maria, Jesus, Hirten und am 6. Januar haben wir dann sogar noch 3 heilige Könige.
(Der Elche und der Weihnachtsmann gehören natürlich nicht dazu, aber der Platz war eng ;)

Wenn jemand auch einen so oder so ähnlichen Adventsberg zu Hause hat oder schon mal irgendwo gesehen. Würde ich mich über eine Nachricht freuen! Ich habe so was nämlich noch nie irgendwo gehört oder gesehen. Trotz leben in 3 Bundesländern (und dazu noch verschiedene Regionen) und angeheirateter Familie in einem 4.

Donnerstag, 20. November 2014

Geburtstag

In 3 Tagen habe ich Geburtstag.
Ich habe kein Problem damit älter zu werden aber irgendwie kam der Tag jetzt so plötzlich so nah.
Dadurch das wir inzwischen von September bis Januar jeden Monat einen Geburtstag haben kommen wir aus dem feiern kaum raus. Sobald man die Deko von einem Geburtstag weggeräumt hat kann man sie gleich wieder raus holen. Zwischen dem Geburtstag vom Mann und von K1 liegen gerade mal 2 Wochen und dazu noch Weihnachten und Silvester. Irgendwie ist dabei der ganze Zauber und die Vorfreude die ich als Kind vor meinem Geburtstag gehabt habe etwas auf der Strecke geblieben. Das mag natürlich auch daran liegen das der Geburtstag an sich als Kind mehr Überraschungen und Unbekanntes bereithält.
Jetzt jedenfalls wusste ich erst gar nicht ob ich überhaupt feiern möchte. Die ganzen Verwandten müssen ja gut 2 1/2-3 Stunden hier her fahren und ich wusste auch gar nicht ob extra jemand kommen wollte. Ich hätte sonst 2-3 Freundinnen vor Ort eingeladen zum Kaffee trinken und gut ist.
Dann bekamen wir aber Anfang des Monats fälschlicherweise Geburtstagspost für K3 da er den gleichen Namen wie eine meiner Cousins hat und der Großonkel (Bruder von Opa ohne Garten) nur den Vornamen im Kalender stehen hatte. Also habe ich dort angerufen (um den Fehler aufzuklären) und Großonkel und -tante, die uns schon seit unserem Umzug im Juni mal besuchen wollten, zu meinem Geburtstag eingeladen.
Da meine Schwiegereltern bereits 2 Tage vorher schon meinen Mann gefragt hatten ob ich denn etwas gesagt hätte zum Thema feiern lud ich sie auch direkt ein. Meine Eltern habe ich dann auch darüber in Kenntnis gesetzt das ich feiern würde lies aber die Entscheidung offen ob sie nun kommen oder nicht. Letztes Wochenende rief ich dann an um zu klären ob jemand kommen würde und siehe da sie bringen auch meine Oma mit Garten mit und sie kommen bereist Samstag und bleiben über Nacht. Nach einem Gespräch mit meiner Schwiegermutter war klar das auch sie mit weiterem Besuch kämen. Dort kommt zusätzlich die Schwiegeroma und einer meiner Schwager mit (die 4 kommen aber "nur" Sonntags).
Aus" ich weiß gar nicht ob ich feiern soll" ist also inzwischen ein Mittagessen für 12 Personen und ein Kaffee trinken für 14 Personen geworden.
Achja aber irgendwie freue ich mich schon das sie alle zum feiern kommen und nett ist es ja eigentlich auch immer mit der Familich.

Dienstag, 18. November 2014

Erinnerungen an die Weihnachtszeit

Ich mag die Vorweihnachtszeit eigentlich noch viel lieber als Weihnachten. Die tollen Vorbereitungen wie Plätzchen backen und Sachen basteln. Geschenke aussuchen und sich ausmalen wie der Beschenkte sich darüber freut. Jeden Tag eine kleine Überraschung im Adventskalender. An Weihnachten selber ist es (vor allem jetzt mit eigenen Kindern) meist stressiger und vor allem schnell vorbei. Die Vorfreude dauert viel länger. Aber natürlich mag ich auch Weihnachten selber, die besondere Stimmung und die großen Familientreffen die bei uns dazu gehören.
In meiner Kindheit gehörten in die Vorweihnachtszeit vor allem Pfefferkuchen beim Oma & Opa backen (ungefähr 20 Bleche da wir eine große Familie sind), als wir älter waren durften wir zum Spritzgebäck "aufsteigen" und die kleineren Cousins & Cousinen durften bei den Pfefferkuchen helfen manchmal wurde auch an 2 Tagen Pfefferkuchen gebacken damit alle mitmachen können. Von Oma und Opa Mü (mütterlicherseits) gab es zur Adventszeit auch immer einen Schokoladenadventskalender für jedes Enkelkind die bei ihnen in der Küche hingen und bei jedem Besuch durften wir dann die vergangen Türchen mit öffnen. Als wir älter waren und seltener zu Besuch durften wir sie dann mit nach Hause nehmen. Gebacken haben wir aber auch später noch selbst als ich für das Studium 300 km entfernt gewohnt habe bin ich dafür noch mal an einem Wochenende in Köln gewesen.
Außerdem gehört dazu das meine Oma Mü uns in der Adventszeit immer 2 Bücher vorgelesen hat. "Wo der Weihnachtsmann wohnt" von Mauri Kunnas und die Geschichte von Trinchen Mutser- "St. Nikolaus in Not" von Felix Timmermanns. Beide Bücher habe ich inzwischen geerbt (als meine Großeltern vor 2 Jahren in eine kleinere Wohnung gezogen sind konnten sie vieles nicht mehr mitnehmen und wir haben außerdem noch einen Esstisch, 4 Stühle und einen Vorratsschrank bekommen) und wir lesen sie auch jetzt wieder gerne.
Auch unser Weihnachtsfest lief immer nach dem gleichen Schema ab. Heiligabend waren wir im Kindergottesdienst, dann war Bescherung zu Hause. Anschließend sind wir zum Abendessen zu meinen Großeltern Mü gefahren dort gab und gibt es immer Königin Pasteten mit einer braunen Soße (Jägersoße) als Füllung wo Pilze, Paprika und gekochter Schinken drin sind. Dann wurde aufgeräumt und einer der Erwachsenen ist gucken gegangen ob das Christkind schon im Wohnzimmer gewesen ist (Türe war bis dahin verschlossen). Wenn wir dann eine Glocke gehört hatten, haben wir uns vor der Wohnzimmertür aufgestellt und Weihnachtslieder gesungen bzw. auf der Flöte (ich, meine Mutter, mein Bruder je nach dem) und später auch auf der Geige (mein jüngster Bruder) gespielt. Dabei wurde die Wohnzimmertür immer ein Stück weiter geöffnet bis wir schließlich ganz rein durfte. Unter dem Baum stand immer eine alte Krippe die meine Großeltern schon hatten als meine Mutter und ihre Geschwister klein waren. Neben dem Baum stand immer einen Tapeziertisch (natürlich mit Tischdecke) wo die bunten Teller mit Naschkram, den jeweiligen Anfangsbuchstaben als Spritzgebäck, für jede Frau einen Pfefferkuchenengel für jeden Mann einen Pfefferkuchen Nikolaus, Mandarine, Apfel, Nüsse und dem jeweiligen Geschenk drauf standen. Wenn der erste Run auf die Kekse weg war und die Geschenke ausgepackt gab es immer noch einen Mohnstrudel und Soleier (beides nicht mein Fall). Gegen Mitternacht gab es dann immer noch einen Fleischwurstring (und wer wollte Senf). Außerdem ist die ersten ca. 10 Jahre meines Lebens nachts um Mitternacht eine Bläserkapelle oder ein Posaunenchor durch den Ort gelaufen und hat Weihnachtslieder gespielt. Meistens waren wir zu fünft zu Besuch bei Oma und Opa Mü zu Hause an Heiligabend. Ein Onkel kam immer noch später zum Fleischwurst essen. Manchmal waren auch noch andere Geschwister von meiner Mutter da.
Am 1. Weihnachtsfeiertag waren wir immer bei meiner Oma Vä (väterlicherseits) zusammen mit allen 4 Geschwistern meines Vaters, deren Partner und Kindern (insgesamt um die 20 Personen inzwischen knapp 30 inkl. 6 Urenkel). Wir haben uns zum Brunch getroffen jeder hatte eine feste Rolle was er mitbrachte. Danach war dann Bescherung. Bei meiner Oma bekamen alle 5 Enkeltöchter das gleiche und ebenso alle 5 Enkelsöhne. Im Anschluss sind alle nochmal nach Hause gefahren. Abends haben wir uns zum Abendessen wieder getroffen. Nach dem Essen durften die Kindern Fernsehen und die Erwachsenen haben ihre Wichtelgeschenke ausgetauscht und fürs nächste Jahr neu ausgelost. Gefeiert wurde bis nach Mitternacht in den Geburtstag des Bruders meines Vaters rein.
Am 2. Feiertag waren wir dann alle wieder bei Oma und Opa Mü zusammen mit allen 6 Geschwistern meiner Mutter, deren Partner und Kindern (meine ersten 10 Jahre waren wir auch etwa 20 Personen inzwischen sind wir ca. 35 inkl. 4 Urenkel). Getroffen haben wir und zum Mittagessen. Nach einer Suppe gab es gab immer Klöße. Immer! Dazu gab es Fleisch (welches variierte), Rotkohl und auch noch mindestens ein anderes Gemüse. Zum Nachtisch gab es meistens Eis. Nachdem aufräumen sind fast alle eine Runde raus gegangen um frische Luft zu schnappen. Danach gab es Kekse und Mary Poppins haben wir auch manchmal geschaut. Zum Abendessen gab es belegte Brote.
Einiges hat sich davon im laufe der letzten 30 Jahre verändert und an die inzwischen anderen Lebensumstände angepasst aber vieles davon ist noch gleich geblieben. Aber das wichtigste für mich ist das ich so einmal im Jahr die ganze Familie treffe - zumindest bisher. Dieses Jahr ändern wir die Regeln für uns.

Dienstag, 11. November 2014

St. Martin

Als erstes ein Geständnis ich mag St. Martin.
Als Kind mochte ich das schon im Dunkeln mit der Laterne raus zu gehen und Lieder zu singen. Ein helles Licht in der dunklen Jahreszeit.
Ich bin in Köln groß geworden. Da ist das Martins singen tief verwurzelt. Wir haben bis ins 4. Schuljahr (erst im Kindergarten, dann in der Schule) Laternen gebastelt. Bei uns in der Schule war vor allem die im 4. Schuljahr etwas besonderes. Wir haben eine Laterne au Holz gebaut. Ein Fachwerkhaus mit Transparentpapier hinter den Streben und mit echter (kleiner) Glühbirne, Batterie sowie An- und Ausschalter unter der Bodenplatte. Zu Beginn bekam jeder 4. Klässler eine Materialliste und dann wurde bis St.Martin im Kunstunterricht, in der Freiarbeit und wenn es zum Ende hin knapp wurde auch in der Mittagspause daran gearbeitet. Mit Anleitung der Lehrer natürlich. Ich habe leider kein Bild davon zumindest nicht hier vermutlich haben meine Eltern welche, aber halt analog und in Köln. Aber das war natürlich schon etwas besonderes und die Laterne stand noch Jahrelang in meinem Zimmer.
Früher lief es dann so ab das ein St.Martinszug von Kindergarten/Schule stattfand. Im besten Fall mit St. Martin auf dem Pferd, einer musikalischen Begleitung und dazu ein großes (bewachtes) Feuer im Stadtpark, auf dem Parkplatz der Einrichtung, wo es sich halt anbot. Dann wurde gelaufen und unter Begleitung der Blaskapelle (oder ähnlichem) St. Martinslieder gesungen: "St. Martin", "Ich geh mit meiner Laterne", "Durch die Straßen auf und nieder", "Laterne, Laterne" und "Dä hellje Zinter Mäetes". Am Feuer angekommen wurde da noch weiter gesungen und das Feuer bestaunt, außerdem wurden (vorher bei der jeweiligen Einrichtung) bestellte Weckmänner ausgeteilt. Irgendwann brach man auf mit Nachbarn oder Freunden und ging weiter zum "Martinssingen". Dabei zog man entweder zu Privathaushalten oder in Läden klingelte und wenn geöffnet wurde, wurden ein bis zwei Lieder gesungen und als Dank bekam man dafür ein paar Süßigkeiten, Mandarine, Äpfel, Taschentücher oder auch mal 50pfennig.
Da wir jetzt nicht mehr in Rheinland wohnen ist das etwas anders. In Ostwestfalen fällt das ganze Martinssingen weg. Ich weiß nicht ob das nie gemacht wurde oder ob das inzwischen wegen Halloween verdrängt wurde.
Dieses Jahr ist unser 3. Martinsfest hier. Da K1 direkt nach dem Umzug hierher in den Kindergarten gegangen ist war das nach 1 Monat hier leben das erste Fest im Kindergarten. Laternen werden zumindest in unserem Kindergarten nur von den Eltern gebastelt (aber ich schrieb ja schon darüber). In unserem Ort bzw. eigentlich im direkt angrenzenden Nachbardorf findet der Martinszug immer am 11.11. statt egal welcher Wochentag das ist. In unserem ersten Jahr hier war das ein Sonntag. Alle Kinder sollten dann gegen 2oder 3 (so genau weiß ich das nicht mehr) im Kindergarten sein dort wurden nochmal Lieder gesungen, Kekse gegessen und die Martinsgeschichte erzählt/vorgelesen und gegen halb 5 wurden dann alle Kinder mit Erzieherinnen von 2 gemieteten Planwagen abgeholt die es im Ort gab und zum Platz vor der Feuerwehr im Nachbarort gebracht wo der Zug starten sollte. Da wurden sie von den Eltern in Empfang genommen und alle zusammen, sowie alle aus den 2 Orten und auch weiteren Nachbarorten die teilnehmen wollten nahmen teil. Der anschließende Zug ist in allen Jahren gleich geblieben. St.Martin ritt auf Pferd (mit Lichterkette in der Mähne) vorneweg dahinter links und rechts Fackelträger von der Jugendfeuerwehr und in der Mitte der Posaunenchor aus dem Nachbarort. Dahinter alle Teilnehmer die größtenteils nicht singen. Gespielt werden: "St. Martin", "Ich geh mit meiner Laterne", "Der Mond ist aufgegangen" (auch wenn ich nicht weiß was das mit St. Martin zu tun hat) und einer meiner neuen Favoriten "Abends wenn es dunkel wird". Alle zusammen gehen zum Kurpark wo erst der katholische und der evangelische Pastor ein paar Worte sagen, alle gesegnet werden und das Vaterunser gesprochen wird. dann spielt der örtliche Reitverein die Legende vom heiligen St. Martin nach. Das Feuer ist Bestandteil des Spiels und relativ klein in einer Feuerschale. Am Ende können alle nochmal zurück zur Feuerwehr gehen. Auf dem Weg spielt auch nochmal der Posaunenchor. Bei der Feuerwehr gibt es etwas zu essen (zu kaufen) und zumindest in den letzten Jahren konnte man vorher bei den beiden örtlichen Bäckereien so einen Coupon kaufen für eine kleine Tüte mit Nachzeug den man da einlösen konnte (die obenen genannten Weckmänner heißen hier "Stutenkerl" und werden an Nikolaus gegessen). Dann gehen einfach alle nach Hause wann sie wollen.
Letztes Jahr sind alle Kinder extra nachmittags nochmal zum Kindergarten gekommen damit sie gemeinsam  mit den Planwagen zur Feuerwehr fahren konnten. Die Feierlichkeiten gab es vormittags schon in der Gruppe. Leider ist der Planwagenfahrer/besitzer jetzt in Rente gegangen. Daher haben alle Kinder, Eltern und Erzieherinnen sich dieses Jahr am Festplatz getroffen und sind dann gemeinsam die letzten Meter bis zur Feuerwehr gelaufen.
Jedenfalls habe ich immer so Kindheitsgefühle wenn man mit den Laternen durch die Dunkelheit läuft zu den Klängen des Posaunenchors und dazu die alten Lieder singt.

Montag, 25. August 2014

Montag

Nach einer unruhigen Nacht (bedingt vor allem durch K3) steht der Mann um 5:30 auf. K3 ist immer noch unruhig und findet nicht zurück in den Schlaf. K1 liegt auch bei uns im Bett merkt dann aber das Papa aufsteht und geht hinterher. Der schickt ihn wieder zurück ins Bett woraufhin er natürlich wieder zu uns kommt und mit K3 Gespräche anfängt. Verdonnere ihn zu ruhe und gegen 6 schlummert K3 tatsächlich... Um 6:30 klingelt dann mein Wecker.
Ich war noch nie ein Morgenmensch. ich kann früh aufstehen wenn ich muss aber wenn nicht bleibe ich auch gerne noch etwas liegen. Da noch kein Kind in die Schule geht ist es morgens zum Glück noch nicht so stressig das wir Punkt irgendwas irgendwo sein müssen. Kurz vor 7 stehe ich dann doch auf, wasche mich und ziehe mich an. Ich fordere auch K1 auf sich anzuziehen der inzwischen schon gespielt hat, was er dann auch (irgendwann) macht- Dann gehe ich runter und bereite das Frühstück und die Brote für den Kindergarten vor. Um halb 8 wecke ich dann K2 was er nicht so gut findet (auch kein Morgenmensch). Mit der Aussicht aufs Frühstück geht es aber dann doch: anziehen und runter. Während wir anziehen höre ich K3 oben wach werden, auch ihn anziehen und Frühstück geben. Letztendlich schaffen wir es um 5 vor halb 9 am Kindergarten zu sein. Kinder rein bringen, alles verstauen, kurz mit den Erzieherinnen reden und wieder nach draußen. Wir sind heute mit dem Auto gefahren da ich gleich  weiter muss. Allerdings doch erst nochmal kurz nach Hause, weil der Autoreifen den ich noch wegen Schraube drin zur Werkstatt bringen soll nicht im Kofferraum drin war wie gedacht. Um viertel vor 9 also unterwegs in die nächste Stadt. Werkstatt schaffe ich vor dem Arzt nicht mehr. Fahre also direkt zum Parkplatz in der Nähe des Kinderarztes und gehe mit K3 zur U6. Termin ist um 9:30 draußen bin ich wieder um 10:30. Noch schnell bei der Post vorbei und Briefmarken kaufen, bei der Bank noch Geld holen und im Schreibwarengeschäft einen Kalender als Geschenk besorgen.
Um viertel nach 11 sitze ich wieder im Auto und fahre zur Werkstatt. Dort wird erst mal geprüft ob das Rad repariert werden kann. Ich gehe derweil nebenan im Supermarkt einkaufen. Zurück in der Werkstatt wird mir erklärt das es repariert werden konnte aber der Reifen jetzt noch getestet werden muss ob auch alles hält etc. Das würde ca. 1/2 Stunde dauern. So lange kann ich aber nicht mehr warten weil ich bis 12:30 am Kindergarten sein muss. Der Chef sagt er käme sowieso jeden Tag an unserer Straße vorbei und würde das Rad dann mitbringen. Bezahlen musste ich glücklicherweise auch nichts, da die Räder erst im letzten Jahr gekauft wurden und es damit noch in die Garantie fiel. Glück im Unglück. K3 war derweil eingeschlafen und hielt seinen Mittagsschlaf.
Um 12:20 bin ich am Kindergarten und sammele die Kinder ein. Zurück zu Hause fängt K1 erst mal an zu weinen weil es nur Brot zum Mittagessen geben soll (bei uns eher üblich, wir essen normal Abends warm mit dem Mann zusammen). Ich habe Mitleid mit ihm und mache schnell Tortellini mit Sahnesoße für alle.
Im Anschluss räume ich auf. K2 möchte sich im Bett ausruhen und CD hören. Alle machen etwas Mittagspause. Um halb 3 packen wir unsere Sachen zusammen und ziehen Regensachen an. K1 hat um 3 Uhr Musikalische Früherziehung. Dort bringen wir ihn hin. Heute mit nur 4 Kindern. Ich  gehe mit den beiden anderen Kindern derweil zum Altglascontainer was dringend nötig war. Inzwischen regnet es, so dass wir uns auf dem Rückweg an der einzigen überdachten Bushaltestelle im Ort unterstellen. Der Regen hört dann auch bald wieder auf und wir gehen zur "Musikschule" (eigentlich ein Raum der Stadt in einem vielseitig genutzten Gebäude) zurück. Wir warten noch kurz bis die Kinder um 15:45 raus kommen. Noch kurz mit einer Mutter geredet die vor dem Umzug unsere Nachbarin war. Dann geht es weiter zum Kinderturnen für K1 in der Turnhalle der Grundschule keine 500m entfernt. Jetzt nach den Sommerferien darf K1 in die nächste Gruppe für die Vorschulkinder+1. Schuljahr. Aber auch da waren heute nur 6 Kinder.
Ich gehe dann mit K2+3 nach Hause während es wieder anfängt zu regnen.
So gegen 5 klingelt das Telefon und meine Schwiegermutter fragt ob ihr Bruder uns erreicht hätte (hatte er nicht). Er ist mit seiner Frau auf Fahrradtour unterwegs und wolle gleich vorbei kommen und hier übernachten. Gegen 17:15 ist K1 wieder zu Hause der vom Papa auf dem Rückweg von seiner Arbeit abgeholt wurde. Ihnen eröffnet ich auch das wir Besuch bekommen. Es ist noch Zeit gerade so das Bett zu beziehen (und vorher das passende Bettlaken zu suchen) da klingelt es schon an der Tür.
Ursprünglich wollte ich abends zu meinem Turnen gehen aber mit dem plötzlichen Besuch den dadurch verschobenen Essens- und Bettgehzeiten und der Unterhaltung der Gäste habe ich das dann doch ausfallen lassen.
Der Besuch liegt jetzt im Bett und ich sollte eigentlich noch Terminzettel für die Krabbelgruppe morgen vorbereiten.
Daher:
Gute Nacht!