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Montag, 25. August 2014

Montag

Nach einer unruhigen Nacht (bedingt vor allem durch K3) steht der Mann um 5:30 auf. K3 ist immer noch unruhig und findet nicht zurück in den Schlaf. K1 liegt auch bei uns im Bett merkt dann aber das Papa aufsteht und geht hinterher. Der schickt ihn wieder zurück ins Bett woraufhin er natürlich wieder zu uns kommt und mit K3 Gespräche anfängt. Verdonnere ihn zu ruhe und gegen 6 schlummert K3 tatsächlich... Um 6:30 klingelt dann mein Wecker.
Ich war noch nie ein Morgenmensch. ich kann früh aufstehen wenn ich muss aber wenn nicht bleibe ich auch gerne noch etwas liegen. Da noch kein Kind in die Schule geht ist es morgens zum Glück noch nicht so stressig das wir Punkt irgendwas irgendwo sein müssen. Kurz vor 7 stehe ich dann doch auf, wasche mich und ziehe mich an. Ich fordere auch K1 auf sich anzuziehen der inzwischen schon gespielt hat, was er dann auch (irgendwann) macht- Dann gehe ich runter und bereite das Frühstück und die Brote für den Kindergarten vor. Um halb 8 wecke ich dann K2 was er nicht so gut findet (auch kein Morgenmensch). Mit der Aussicht aufs Frühstück geht es aber dann doch: anziehen und runter. Während wir anziehen höre ich K3 oben wach werden, auch ihn anziehen und Frühstück geben. Letztendlich schaffen wir es um 5 vor halb 9 am Kindergarten zu sein. Kinder rein bringen, alles verstauen, kurz mit den Erzieherinnen reden und wieder nach draußen. Wir sind heute mit dem Auto gefahren da ich gleich  weiter muss. Allerdings doch erst nochmal kurz nach Hause, weil der Autoreifen den ich noch wegen Schraube drin zur Werkstatt bringen soll nicht im Kofferraum drin war wie gedacht. Um viertel vor 9 also unterwegs in die nächste Stadt. Werkstatt schaffe ich vor dem Arzt nicht mehr. Fahre also direkt zum Parkplatz in der Nähe des Kinderarztes und gehe mit K3 zur U6. Termin ist um 9:30 draußen bin ich wieder um 10:30. Noch schnell bei der Post vorbei und Briefmarken kaufen, bei der Bank noch Geld holen und im Schreibwarengeschäft einen Kalender als Geschenk besorgen.
Um viertel nach 11 sitze ich wieder im Auto und fahre zur Werkstatt. Dort wird erst mal geprüft ob das Rad repariert werden kann. Ich gehe derweil nebenan im Supermarkt einkaufen. Zurück in der Werkstatt wird mir erklärt das es repariert werden konnte aber der Reifen jetzt noch getestet werden muss ob auch alles hält etc. Das würde ca. 1/2 Stunde dauern. So lange kann ich aber nicht mehr warten weil ich bis 12:30 am Kindergarten sein muss. Der Chef sagt er käme sowieso jeden Tag an unserer Straße vorbei und würde das Rad dann mitbringen. Bezahlen musste ich glücklicherweise auch nichts, da die Räder erst im letzten Jahr gekauft wurden und es damit noch in die Garantie fiel. Glück im Unglück. K3 war derweil eingeschlafen und hielt seinen Mittagsschlaf.
Um 12:20 bin ich am Kindergarten und sammele die Kinder ein. Zurück zu Hause fängt K1 erst mal an zu weinen weil es nur Brot zum Mittagessen geben soll (bei uns eher üblich, wir essen normal Abends warm mit dem Mann zusammen). Ich habe Mitleid mit ihm und mache schnell Tortellini mit Sahnesoße für alle.
Im Anschluss räume ich auf. K2 möchte sich im Bett ausruhen und CD hören. Alle machen etwas Mittagspause. Um halb 3 packen wir unsere Sachen zusammen und ziehen Regensachen an. K1 hat um 3 Uhr Musikalische Früherziehung. Dort bringen wir ihn hin. Heute mit nur 4 Kindern. Ich  gehe mit den beiden anderen Kindern derweil zum Altglascontainer was dringend nötig war. Inzwischen regnet es, so dass wir uns auf dem Rückweg an der einzigen überdachten Bushaltestelle im Ort unterstellen. Der Regen hört dann auch bald wieder auf und wir gehen zur "Musikschule" (eigentlich ein Raum der Stadt in einem vielseitig genutzten Gebäude) zurück. Wir warten noch kurz bis die Kinder um 15:45 raus kommen. Noch kurz mit einer Mutter geredet die vor dem Umzug unsere Nachbarin war. Dann geht es weiter zum Kinderturnen für K1 in der Turnhalle der Grundschule keine 500m entfernt. Jetzt nach den Sommerferien darf K1 in die nächste Gruppe für die Vorschulkinder+1. Schuljahr. Aber auch da waren heute nur 6 Kinder.
Ich gehe dann mit K2+3 nach Hause während es wieder anfängt zu regnen.
So gegen 5 klingelt das Telefon und meine Schwiegermutter fragt ob ihr Bruder uns erreicht hätte (hatte er nicht). Er ist mit seiner Frau auf Fahrradtour unterwegs und wolle gleich vorbei kommen und hier übernachten. Gegen 17:15 ist K1 wieder zu Hause der vom Papa auf dem Rückweg von seiner Arbeit abgeholt wurde. Ihnen eröffnet ich auch das wir Besuch bekommen. Es ist noch Zeit gerade so das Bett zu beziehen (und vorher das passende Bettlaken zu suchen) da klingelt es schon an der Tür.
Ursprünglich wollte ich abends zu meinem Turnen gehen aber mit dem plötzlichen Besuch den dadurch verschobenen Essens- und Bettgehzeiten und der Unterhaltung der Gäste habe ich das dann doch ausfallen lassen.
Der Besuch liegt jetzt im Bett und ich sollte eigentlich noch Terminzettel für die Krabbelgruppe morgen vorbereiten.
Daher:
Gute Nacht!

Dienstag, 3. Juni 2014

Burnout?!

Ich frage mich schon eine ganze Weile ob man auch als "nur" Hausfrau und Mutter am Burnout-Syndrom leiden kann und falls ja ob das eigentlich relevant ist der Alltag muss ja weiter laufen.
Im Juli letzten Jahres haben wir den Kaufvertrag für ein altes Haus (hier im Ort) unterschrieben ab August durften wir in das Haus rein und zu arbeiten anfangen. Ich anfangs nicht da ich noch hochschwanger war. Seit dem arbeiten wir und vor allem mein Mann in unserer/seiner Freizeit da. Das heißt das quasi kein Familienleben mehr statt findet. Natürlich sehen wir uns täglich und auch die Kinder sehen ihn immer. Inzwischen ist das Haus ja auch schon deutlich fertiger und verbringen meist alle das Wochenende dort die Kinder spielen im Garten und wir arbeiten. Außerdem ist es so das mein Mann üblicherweise nach der Arbeit nach Hause kommt und dann erst wieder geht wenn die Kinder gegen 7 im Bett sind, aber Ausflüge sind nicht drin und einfach mal spazieren waren wir genau 2 mal seitdem. Dadurch das unsere Familien in Köln und Hamburg wohnen und wir von beiden ca. 300km entfernt haben wir ab und an eine Wochenende da oder dort verbracht und dadurch auch noch die ein oder andere Pause bekommen.
Zusätzlich zum Haus kommt noch das zum helfen ständig Familienmitglieder hier sind um zu helfen was natürlich toll ist und hilfreich und wir wären ohne sie noch länger dran bzw. mache Sachen kann man auch nicht alleine machen. Andererseits heißt das aber auch durch die Entfernung die Leute nicht abends wieder nach Hause fahren sondern hier übernachten und das meist 1-2 mal manchmal auch 1 Woche lang. Auch wenn die Leute nicht wahnsinnig kompliziert sind hat man jemand "Fremdes" bei sich wohnen und das ständig. Man muss sich beim Essen kochen mehr Mühe geben (zumindest bei einigen Leuten ;) ) man muss Betten beziehen und die extra Wäsche waschen usw.
Außerdem sind da ja noch die 3 Kinder wovon das jüngste ja erst im September geboren wurde der kennt das Leben gar nicht ohne Baustelle und ständig da im Autositz sitzen und beim arbeiten zugucken. Inzwischen haben wir einen Laufstall dort aufgestellt aber langweilig wird ihm das auf Dauert dort trotzdem und den nimmt man ja auch nicht in jedes Zimmer auf jeder Etage immer mit.
Dazu soll ich natürlich auch möglichst viel am Haus mitarbeiten und zu Hause den Haushalt auch nicht zu sehr vernachlässigen (ich sag jetzt mal nicht wann ich das letzte Mal die Böden gewischt oder die Fenster geputzt habe) das läuft alles nur auf Sparflamme Bad, staubsaugen, Küche, Wäsche, einkaufen.
Die Kinder "benehmen" sich halt auch nicht immer was ja normal ist sind halt Kinder und auch ich habe nicht jeden Tag gute Laune. Dann kommen noch ein paar schlaflose Nächte wegen zahnendem Baby oder aus irgendwelchen anderen Kindertechnischen Gründen. Irgendwas ist halt immer...
An machen Tagen wird mir das echt zu viel und ich weiß nicht ob das einfach nur der Stress ist und ob sich das legt wenn wir bald umgezogen sind und zumindest das gependel weg fällt und man dann arbeiten kann wenn man Zeit hat ohne extra irgendwo hin zu fahren und vorher alles einzupacken. Wenn dann alles zusammen kommt dann will ich am liebsten alles hinschmeißen und mich ins Bett legen und schlafen ohne von irgendeinem Kind geweckt oder gestört zu werden. Mache ich dann natürlich nicht vor allem aus schlechtem Gewissen meinen Kindern gegenüber.
Ob man das als Burnout bezeichnet? Ich weiß es nicht und um zu irgendeinem Arzt zu gehen habe ich keine Zeit weil immer irgendwas anderes anliegt. Ich fühle mich jedenfalls ausgebrannt und habe wenig Motivation und Lust irgendwas zu machen, bin genervt (auch von mir manchmal) und gereizt. Es gibt immer mal Tage wo die Stimmung besser oder schlechter ist.
Andererseits denke ich mir auch immer es gibt immer noch andere (bestimmt!) denen es schlechter geht "also stell dich nicht so an irgendwann wird es auch wieder weniger stressig".