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Donnerstag, 15. September 2016

Buchrezension: Für immer und Emil

Titel: Für immer und Emil
Autor: Nikola Hotel
Verlag: Aufbau Verlag
Erscheinungsort: Berlin
Erscheinungsjahr: 2016
ISBN: 978-3-7466-3212-4
301 Seiten


Quelle: http://nikolahotel.de/

Klappentext:

Leonie ist eine Powerfrau: Sie liebt ihren Job und hat Erfolg. Dann wird ihr vorgeworfen, die Geschäftsidee der charmanten Brüder Emil und Benjamin geklaut zu haben. Und zwei Stunden später hat sie Freizeit pur – eine Horrorvorstellung für Leonie. Sie muss unbedingt denjenigen finden, der ihr das eingebrockt hat. Der Einzige, der ihr helfen kann: Emil. Doch der hat sich aufs Land verkrochen. Und plötzlich steht Leonie offline zwischen Erdbeerfeldern und Kuhfladen und spürt: Ihr Herz klopft für Emil.

Brüllend komisch und mit dem perfekten Gespür für die Hürden des weiblichen Alltags.

Meine Meinung:

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Lustig, locker, leicht wird die Geschichte von Leonie erzählt die eine echte Powerfrau ist. Im Beruf hat sie hohe Ziele und erreicht die auch immer - bis jetzt. Die Brüder Emil und Benjamin haben eine tolle Geschäftsidee und Leonie wird für den Diebstahl dieser Idee verantwortlich gemacht.
Bis zuletzt weiß der Leser nicht wie und ob sie aus der Situation wieder raus kommt. Und welche Rolle Emil und Benjamin dabei spielen.
Eine Umstellung ihres bisherigen Lebens und Umfeld hat der Vorfall als Konsequenz und Leonie muss sich fragen ob sie mit ihrem bisherigen Leben auch in Zukunft glücklich werden kann.

Fazit:

Wie auch das erste Buch der Autorin (Jetzt oder Nils) gefällt mir der Schreibstil sehr gut. Auch die Handlungsorte sprechen mich als Kölnerin sehr an. ;) Wer tiefschürfendes sucht ist sicherlich falsch beraten aber sonst kann ich das Buch nur weiter empfehlen!

Montag, 25. April 2016

Buchrezension: Die Inselfrauen

Titel: Die Inselfrauen
Autor: Sylvia Lott
Verlag: blanvalet
Erscheinungsort: München
Erscheinungsjahr: 2016
ISBN: 978-3-7341-0059-8
479 Seiten

Quelle: http://www.romane-von-sylvia-lott.de/

Klappentext:

Zwei Menschen, vom Schicksal entzweit. Eine Insel, die sie verbindet. Eine Liebe, die nie vergeht ....
Auf der Suche nach einer beruflichen Auszeit mietet sich die Journalistin Nina in der Borkumer Frühstückspension ein, in der sie einst den schönsten Sommer ihres Lebens verbrachte. Damals verliebte sie sich in Klaas und träumte von einem Leben an seiner Seite — bis er ihr Herz brach. In der Zwischenzeit arbeitet Ninas Nichte Rosalie in der Pension. Sie interessiert sich sehr für die Geschichte der Insel und für das, was Nina dort erlebte. Während Nina es endlich wagt, ihrer Vergangenheit ins Auge zu sehen, befindet sich plötzlich auch Klaas wieder auf der Insel. Und dann ist da noch ein Walzer, dessen Melodie eine Liebe beschwört, die nie verging ...

Meine Meinung:

Nina fährt bedingt durch eine gesundheitliche Auszeit aus dem Berufsleben nach vielen Jahren wieder nach Borkum. Dort hat sie 1967 als Endjugendliche einen Sommer in der Pension einer Verwandten verbracht. Jetzt im Jahr 2010 ist ihre Nichte Rosalie dort ebenfalls für einen Sommer in der Pension. Das Buch erzählt hauptsächlich die Geschichte der zwei Frauen in den beiden Zeitebenen 1967 und 2010 auf Borkum (und manchmal auch abseits). Dazu kommen noch ein paar historische Einblicke in die Geschichte Borkums und auch die Geschichte (zumindest die Gegenwärtige) der Pensionsinhaberin Tant' Theda fließt mit ein.
Die Autorin gibt durch Vor- und Nachwort Einblicke darauf wie es zu der Geschichte kam und was sie inspiriert hat. Man kann es beim lesen sehr gut Nachempfinden.
Typisch für das Buch sind die Anspielungen auf vielerlei Musik (siehe auch Vorwort und Inspiration zum Buch) sowie die Erzählungen über Norddeutsche (Ostfriesische?) Backwaren die einem das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen. Dazu findet man am Ende des Buch passend auch die Rezepte (ausprobiert habe ich sie mangels Gelegenheit aber noch nicht).

Fazit:

Ohne das ich jemals auf Borkum war bekommt man gute Eindrücke sowohl vom Borkum in den 60ern als auch heute und es macht Lust auf Nordseeurlaub. Ein Buch fürs Herz!


Ich habe bei einer Leserunde auf www.Leserunden.de mit gemacht und dabei das Buch vom Verlag bekommen. Jeder kann sich dort anmelden und bei den vielfältigsten Leserunden mit machen im Gegenzug muss man in dem Leserunden Forum aber auch seine Meinung zu dem Buch schrieben und das Buch während dem lesen kommentieren. Das nur als Info.

Mittwoch, 16. März 2016

Buchrezension: Als wir Schwestern waren

Titel: Als wir Schwestern waren
Autor: Marie Jansen
Verlag: blanvalet
Erscheinungsort: München
Erscheinungsjahr: 2016
ISBN: 978-3-7341-0007-9
382 Seiten


Klappentext:

Die Liebe zweier Schwestern. Ein Krieg, der sie trennt. Ein Kind, für das sie alles tun würden.
Hamburg, 1916. Vivianne und Elisabeth wachsen als behütete Töchter einer großbürgerlichen Familie auf. Die lebhafte, freiheitsliebende Vivianne schleicht sich oft heimlich auf das Nachbargestüt und begegnet dort dem französischen Kunstreiter Philippe, der mit seinem Zirkus in Hamburg gastiert. Die junge Frau ist von dieser schillernden Welt hingerissen und flieht kurzerhand mit Philippe. Jahre später lebt Elisabeth eine unglückliche, kinderlose Ehe – bis sie eines Tages ein Baby vor ihrer Tür findet. Sie nimmt sich des Mädchens an und weiß, dass sie alles tun würde, um es bei sich zu behalten …

Meine Meinung:

Insgesamt hat mir das Buch bei mir viel Spaß und Spannung verursacht.
Die Geschichte springt zwischen heute und der Zeit um die beiden Weltkriege. Nach und nach wird immer klarer wo die Verbindungen liegt und wie sich das Leben von einer Person auf viele Generationen weiter auswirkt.
Es geht um die 2 Schwestern Elisabeth und Viviane wie ihr Leben zu Zeiten des 1.Weltkriegs aussieht was für Konventionen herrschen und vor allem Viviane will sich damit nicht abfinden und schleicht sich zusammen mit einem Mann (den ihre Eltern nicht gutgeheißen hätten) davon.
Über die Jahre kann man das Schicksal der beiden und auch das von Elisabeth verfolgen und sehen wie sie doch immer noch miteinander verbunden sind.
Der zur heutigen Zeit spielende Teil des Buchs handelt von einer jungen, norddeutschen Frau die selber mit sich und ihrem Leben hadert.
Wie weit beide Teile zusammenpassen sieht man nach und nach.


Fazit:

Marie Jansen veröffentlich hier unter diesem Pseudonym ihr Erstlingswerk und ich finde es ist ihr gut gelungen.
Die Charaktere sind gut angelegt, einige mag man besonders andere eher nicht, was aber vermutlich beabsichtigt ist :) Auch wenn man einige Handlungsteile vorausahnen kann ist es halt nicht sicher bis man es wirklich liest wie es ist und manches stimmte dann doch nicht mit dem überein was man vorher gedacht hat.

Ich empfehle es weiter!


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Donnerstag, 30. Juli 2015

Buchrezension: Wolfgang muss weg!

Titel: Wolfgang muss weg!
Autor: Cathrin Möller
Verlag: Mira Taschenbuch
Erscheinungsort: Hamburg
Erscheinungsjahr: 2015
ISBN: 978-3-95649-193-1
282 Seiten

Quelle: http://www.cathrinmoeller.de/buecher

Klappentext:
Da liegt er nun, ganz friedlich - in der Tiefkühltruhe zwischen Erbsen und Möhrchen: Wolfgang, Annemies Gatte. Einst erfolgreicher Polizist, bekennender Macho, einfallsloser Liebhaber. Jetzt mausetot. Dass es nur ein Unfall war, dafür hat Annemie keine Zeugen. Zum Glück weiß sie als gute Hausfrau, wie man Blutflecken entfernt. Doch als sich plötzlich die anstrengende Schwiegermutter bei ihr einquartiert und Wolfgangs bester Freund beginnt herumzuschnüffeln, begreift Annemie, dass ihr Mann seinen Frieden nicht dauerhaft in der Tiefkühltruhe finden wird. Mit ihrer Schwiegermutter und ihrer besten Freundin Dörte begibt Annemie sich auf eine irrwitzige Odyssee. Vorbei an neugierigen Zöllnern, verzweifelten Ex-Geliebten und einem viel zu attraktiven Carabinieri - immer mit der Leiche im Gepäck.

Meine Meinung:
Da dieses Buch das erste Werk der Autorin ist, kannte ich sie logischerweise auch vorher nicht und hatte das Buch auch nur zufällig gesehen. Der Klappentext hat mich aber direkt angesprochen und versprach viel Kurzweil. Passend war dann noch das unser Nachbar Wolfgang heißt ;)
Man merkt das die Autorin sich eingehend mit den beschriebenen Verfahren beschäftigt hat und bestimmt hilft es das ihr Mann ebenfalls Polizist ist und sie so nebenbei Informationen aus dem Job erhält die im Zweifelsfall nützlich sein können beim schreiben einer solchen Geschichte.
Annemie ist eine etwas gelangweilte Hausfrau deren Mann plötzlich tot ist und damit beginnt Annemies Leben und die Geschichte erst so richtig. Nie nimmt das Buch die Wendung die man erwartet. Immer wenn man denkt "Ahh jetzt" kommt wieder etwas neues daher. Es ist ein bisschen bei bei einer Achterbahnfahrt wo man auf das sichere Ende zu rast und dann die Wegführung im letzten Moment einen Knick nach links oder rechts macht während man sich selbst schon hat runterfallen sehen.
Wie der Klappentext schon verheißt ist es ein bisschen Krimi, ein bisschen Komödie und ganz viel Spannung.


Fazit:
Ein spannendes Buch, bei dem man immer wissen will wie geht es weiter. Wie kommt Annemie aus der Nummer jetzt wieder raus?
Ich würde es weiter empfehlen!


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Mittwoch, 8. Juli 2015

Buchrezension: Ach du Liebesglück

Titel: Ach du Liebesglück
Autor: Kristina Steffan
Verlag: Diana Verlag
Erscheinungsort: München
Erscheinungsjahr: 2015
ISBN: 978-3-453-35860-7
315 Seiten

Quelle: http://www.kristina-guenak.de/ach-du-liebesglueck/


Klappentext:
Ein kleiner Bauernhof am Meer – klingt idyllisch? Nicht für Lilly, denn sie wohnt dort mit ihrem siebenjährigen Sohn, dem kauzigen Untermieter und einer bissigen Gans. Aber dann zieht sie mit ihrem Traktor das Auto eines gut aussehenden Surfers aus dem Sand, und ein geheimnisvoller Hausgast quartiert sich in ihrer Ferienwohnung ein. Und auf einmal sieht es fast so aus, als könnte es mit der Liebe doch noch klappen …

Meine Meinung:
Insgesamt fand ich das Buch gut. Die Geschichte ist nett, sie bringt einen zum lachen und an einer Stelle war ich den Tränen nah, liegt aber vielleicht an mir oder daran das ich wie Lilly auch Mutter bin, wer weiß.
Es ist für mein Empfinden gut geschrieben, auch wenn ein/zwei Sachen waren wo in der Geschichte etwas nicht stimmte, für die Handlung im ganzen waren es aber unwichtige Sachen.
Ich habe vorher schon ein Buch von Kristina Steffan gelesen (Land in Sicht und auch die 4 Hexen Bücher der Eli-Reihe als Kristina Günak) die fand ich noch einen Tick besser aber insgesamt fand ich auch dieses Buch gut.
Man merkt der Autorin ihre Liebe zu Norddeutschland und zum Meer an beim lesen. Die Szenen sind gut beschrieben, man kann es sich richtig gut vorstellen, das es auch in Echt so ablaufen könnte, es ist nicht übertrieben wie es bei Büchern dieses Genres ab und zu vorkommt sondern nahezu realistisch.
Lilly ist eine gute Mutter die versucht alles für ihren Sohn zu tun und dabei den Rest ihres Lebens am laufen zu halten und über allem steht die Frage die direkt am Anfang aufgeworfen wird, "Bist du glücklich?". Man begleitet Lilly auf ihrem Weg rauszufinden ob sie glücklich ist oder was ihr zum Glücklich sein fehlt. Dabei stellt man fest wie einfach manchmal Glück sein kann und das es für jeden etwas anderes bedeutet.

Fazit:
Ein Buch über das Glücklich sein! Wann ist man Glücklich? Ist für jeden Glücklich sein gleich, oder empfindet es jeder anders?
Ich war gut unterhalten, habe gelacht und war den Tränen nahe.
Ich würde es weiter empfehlen!


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Sonntag, 22. März 2015

Buchrezension: 28 Tage lang

Titel: 28 Tage lang
Autor: David Safier
Verlag: Rowohlt
Erscheinungsort: München
Erscheinungsjahr: 2014
ISBN: 978-3-499-21174-4
416 Seiten
Quelle: http://davidsafier.de/david-safier-28-tage-lang.html

Klappentext:
1943. Mira bringt sich und ihre kleine Schwester Hannah durch den harten Warschauer Ghetto-Alltag, indem sie unter Einsatz ihres Lebens Essen schmuggelt. Doch jetzt soll die gesamte Ghettobevölkerung umgebracht werden. Mira schließt sich dem Widerstand an. Der kann der übermächtigen SS länger trotzen als vermutet. Viel länger. Ganze 28 TAGE lang.

28 Tage, in denen Mira sich entscheiden muss, wem ihr Herz gehört: Amos, der noch möglichst viele Nazis mit in den Tod nehmen will, oder Daniel, der sich um die Waisen in den Bunkern kümmert.

28 TAGE, in denen sie sich immer wieder der Frage stellen muss: Was für ein Mensch willst du sein?.

28 Tage, um ein ganzes Leben zu leben.
28 Tage, um die wahre Liebe zu finden.
28 Tage, um eine Legende zu werden.


Meine Meinung:
Ich habe dieses Buch zum Geburtstag geschenkt bekommen ohne das ich vorher davon gehört hatte. Ich hatte vorher schon alle Bücher von David Safier gelesen, welche ja grundsätzlich eher lustig sind. Bei diesem Buch war mir beim Cover schon klar das es vermutlich anders sein würde.
Als ich das Buch einmal angefangen hatte zu lesen konnte ich kaum damit aufhören. Es fesselt einen in der Erzählung und man will wissen wie es weitergeht, nicht ohne die Hoffnung aufzugeben das am Ende alles gut wird. Auch wenn ich den historischen Kontext gut genug kenne um zu wissen das die Wahrscheinlichkeit eher gering ist.
An einem Abend konnte ich es einfach nicht aus der Hand legen weil es so spannend war, bis irgendwann die Vernunft gesiegt hat (das ich am nächsten Morgen wieder früh aufstehen muss) und ich das Buch doch zur Seite gelegt habe. Es hat mich aber auch im Schlaf nicht in ruhe gelassen ich habe die ganze Zeit davon geträumt und die Geschichte weitergeträumt (allerdings nicht so wie es letztendlich war).
Auch wenn der Charakter Mira auf keiner einzelnen real existierenden Figur basiert ist grundsätzlich sicher alles was im Buch beschrieben ist vorgekommen und das macht es so traurig.
Zu wissen das das alles passiert ist.
Menschen die nichts verbrochen haben sondern einfach nur einer anderen Religion angehört haben.
Es macht einen demütig wenn man sein eigenes Leben betrachtet was einen da oft nervt oder aufregt und dann denkt man es gibt Leute denen es damals deutlich schlechter ging und die trotzdem noch versucht haben das beste raus zu holen und sich nicht unter kriegen zu lassen. Genauso wie es auch heute noch Leute gibt deren Lebensumstände und Bedingungen deutlich schlechter sind als der Lebensstandard in Deutschland ist.
Trotzdem was alles passiert ist und was man alles weiß werden weiterhin Leute verfolgt nur weil sie eine andere Religion haben.
Außerdem schämt man sich fast weil es die eigenen Landsleute waren die sich damals so verhalten haben und das mitgemacht haben.
Außerdem denkt man darüber nach wie man sich selber wohl verhalten hätte in einer solchen Situation, egal in welcher Rolle: Gefangener, Polizei oder ganz normaler Bürger.

Fazit:
Ein tolles Buch!
Spannend, fesselnd, traurig, bestürzend, tragisch, schön.
Von allem etwas, inklusive Realitätsbezug.