Als erstes ein Geständnis ich mag St. Martin.
Als Kind mochte ich das schon im Dunkeln mit der Laterne raus zu gehen und Lieder zu singen. Ein helles Licht in der dunklen Jahreszeit.
Ich bin in Köln groß geworden. Da ist das Martins singen tief verwurzelt. Wir haben bis ins 4. Schuljahr (erst im Kindergarten, dann in der Schule) Laternen gebastelt. Bei uns in der Schule war vor allem die im 4. Schuljahr etwas besonderes. Wir haben eine Laterne au Holz gebaut. Ein Fachwerkhaus mit Transparentpapier hinter den Streben und mit echter (kleiner) Glühbirne, Batterie sowie An- und Ausschalter unter der Bodenplatte. Zu Beginn bekam jeder 4. Klässler eine Materialliste und dann wurde bis St.Martin im Kunstunterricht, in der Freiarbeit und wenn es zum Ende hin knapp wurde auch in der Mittagspause daran gearbeitet. Mit Anleitung der Lehrer natürlich. Ich habe leider kein Bild davon zumindest nicht hier vermutlich haben meine Eltern welche, aber halt analog und in Köln. Aber das war natürlich schon etwas besonderes und die Laterne stand noch Jahrelang in meinem Zimmer.
Früher lief es dann so ab das ein St.Martinszug von Kindergarten/Schule stattfand. Im besten Fall mit St. Martin auf dem Pferd, einer musikalischen Begleitung und dazu ein großes (bewachtes) Feuer im Stadtpark, auf dem Parkplatz der Einrichtung, wo es sich halt anbot. Dann wurde gelaufen und unter Begleitung der Blaskapelle (oder ähnlichem) St. Martinslieder gesungen: "St. Martin", "Ich geh mit meiner Laterne", "Durch die Straßen auf und nieder", "Laterne, Laterne" und "Dä hellje Zinter Mäetes". Am Feuer angekommen wurde da noch weiter gesungen und das Feuer bestaunt, außerdem wurden (vorher bei der jeweiligen Einrichtung) bestellte Weckmänner ausgeteilt. Irgendwann brach man auf mit Nachbarn oder Freunden und ging weiter zum "Martinssingen". Dabei zog man entweder zu Privathaushalten oder in Läden klingelte und wenn geöffnet wurde, wurden ein bis zwei Lieder gesungen und als Dank bekam man dafür ein paar Süßigkeiten, Mandarine, Äpfel, Taschentücher oder auch mal 50pfennig.
Da wir jetzt nicht mehr in Rheinland wohnen ist das etwas anders. In Ostwestfalen fällt das ganze Martinssingen weg. Ich weiß nicht ob das nie gemacht wurde oder ob das inzwischen wegen Halloween verdrängt wurde.
Dieses Jahr ist unser 3. Martinsfest hier. Da K1 direkt nach dem Umzug hierher in den Kindergarten gegangen ist war das nach 1 Monat hier leben das erste Fest im Kindergarten. Laternen werden zumindest in unserem Kindergarten nur von den Eltern gebastelt (aber ich schrieb ja schon darüber). In unserem Ort bzw. eigentlich im direkt angrenzenden Nachbardorf findet der Martinszug immer am 11.11. statt egal welcher Wochentag das ist. In unserem ersten Jahr hier war das ein Sonntag. Alle Kinder sollten dann gegen 2oder 3 (so genau weiß ich das nicht mehr) im Kindergarten sein dort wurden nochmal Lieder gesungen, Kekse gegessen und die Martinsgeschichte erzählt/vorgelesen und gegen halb 5 wurden dann alle Kinder mit Erzieherinnen von 2 gemieteten Planwagen abgeholt die es im Ort gab und zum Platz vor der Feuerwehr im Nachbarort gebracht wo der Zug starten sollte. Da wurden sie von den Eltern in Empfang genommen und alle zusammen, sowie alle aus den 2 Orten und auch weiteren Nachbarorten die teilnehmen wollten nahmen teil. Der anschließende Zug ist in allen Jahren gleich geblieben. St.Martin ritt auf Pferd (mit Lichterkette in der Mähne) vorneweg dahinter links und rechts Fackelträger von der Jugendfeuerwehr und in der Mitte der Posaunenchor aus dem Nachbarort. Dahinter alle Teilnehmer die größtenteils nicht singen. Gespielt werden: "St. Martin", "Ich geh mit meiner Laterne", "Der Mond ist aufgegangen" (auch wenn ich nicht weiß was das mit St. Martin zu tun hat) und einer meiner neuen Favoriten "Abends wenn es dunkel wird". Alle zusammen gehen zum Kurpark wo erst der katholische und der evangelische Pastor ein paar Worte sagen, alle gesegnet werden und das Vaterunser gesprochen wird. dann spielt der örtliche Reitverein die Legende vom heiligen St. Martin nach. Das Feuer ist Bestandteil des Spiels und relativ klein in einer Feuerschale. Am Ende können alle nochmal zurück zur Feuerwehr gehen. Auf dem Weg spielt auch nochmal der Posaunenchor. Bei der Feuerwehr gibt es etwas zu essen (zu kaufen) und zumindest in den letzten Jahren konnte man vorher bei den beiden örtlichen Bäckereien so einen Coupon kaufen für eine kleine Tüte mit Nachzeug den man da einlösen konnte (die obenen genannten Weckmänner heißen hier "Stutenkerl" und werden an Nikolaus gegessen). Dann gehen einfach alle nach Hause wann sie wollen.
Letztes Jahr sind alle Kinder extra nachmittags nochmal zum Kindergarten gekommen damit sie gemeinsam mit den Planwagen zur Feuerwehr fahren konnten. Die Feierlichkeiten gab es vormittags schon in der Gruppe. Leider ist der Planwagenfahrer/besitzer jetzt in Rente gegangen. Daher haben alle Kinder, Eltern und Erzieherinnen sich dieses Jahr am Festplatz getroffen und sind dann gemeinsam die letzten Meter bis zur Feuerwehr gelaufen.
Jedenfalls habe ich immer so Kindheitsgefühle wenn man mit den Laternen durch die Dunkelheit läuft zu den Klängen des Posaunenchors und dazu die alten Lieder singt.
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Dienstag, 11. November 2014
Dienstag, 4. November 2014
Laterne basteln
Dieses Jahr hat der Kindergarten (wie auch in den letzten beiden Jahren) wieder entschieden, dass die Eltern die Laternen abends basteln sollen ohne Kinder. Ich hatte im Laufe des letzten Kindergartenjahres schon mal angesprochen ob nicht wenigstens die angehenden Schulkinder mal selber basteln könnten da wurde mir gesagt >>wieso? sie würden das doch jedes Jahr abwechseln ob Kinder oder Eltern basteln<<. Mein Kommentar das die letzten 2 Jahre aber schon die Eltern gebastelt hätten wurde dann nicht weiter beachtet. Auf dem Elternabend dann zu Beginn dieses Kindergartenjahres wurden wir vor vollendete Tatsachen gestellt. Als ich dann dort nochmal auf warf das man doch wenn im Kindergartenalltag nicht genügend Zeit wäre auch an einem Nachmittag mit dem Kind zusammen die Laterne basteln könnte. Regten sich die ersten Eltern darüber auf wie denn die Laterne dann nachher aussehen würde wenn das Kind die bastelt. Meiner Ansicht nach kommt es da überhaupt nicht drauf an nachher die aller schönste und am besten gebastelte Laterne zu haben sondern das das Kind die schön findet und stolz damit beim St. Martinsumzug mitgeht. Das Argument des Kindergartens war das man schließlich ein Weihnachtsbasteln für Eltern mit Kind gäbe und beim Laternenbasteln abends die Eltern sich ja auch untereinander mal kennen lernen könnten. Meiner Meinung ist das aber schon ein Unterschied ob Laternen oder weihnachtliche Deko gebastelt wird zumal hier in der Grundschule gar nicht mehr Laternen gebastelt werden. K1 ist jetzt also durch damit für den Rest seines Lebens gesetzt dem Fall das er nicht später selber Kinder hat und mit denen oder für sie dann Laternen bastelt.
Da K1 nicht gerne bastelt und vor allem nicht wenn es nicht sein "muss" hat er den Vater die Laterne basteln lassen.
K2 habe ich ebenfalls die Wahl gelassen er wollte lieber selber basteln. Also haben wir die Papiermaterialien vom Kindergarten mit bekommen damit wir zu Hause basteln können. Er hat fleißig mit geholfen aus zuschneiden und vor allem am Ende die Schnecken zu verzieren.
Mit K3 haben wir zusammen mit der Krabbelgruppe eine Laterne gebastelt. Da dort kein Kind über 2 ist wollten wir etwas ganz einfaches machen und haben de Kinder mit Fingermalfarben auf Transparentpapier "malen" lassen und das ganze dann um eine Käseschachtel geklebt.
Da K1 nicht gerne bastelt und vor allem nicht wenn es nicht sein "muss" hat er den Vater die Laterne basteln lassen.
K2 habe ich ebenfalls die Wahl gelassen er wollte lieber selber basteln. Also haben wir die Papiermaterialien vom Kindergarten mit bekommen damit wir zu Hause basteln können. Er hat fleißig mit geholfen aus zuschneiden und vor allem am Ende die Schnecken zu verzieren.
Mit K3 haben wir zusammen mit der Krabbelgruppe eine Laterne gebastelt. Da dort kein Kind über 2 ist wollten wir etwas ganz einfaches machen und haben de Kinder mit Fingermalfarben auf Transparentpapier "malen" lassen und das ganze dann um eine Käseschachtel geklebt.
Sonntag, 28. September 2014
Elternrat
Diese Woche hatten wir die Elternvollversammlung im Kindergarten und ja ich habe mich in den Elternrat wählen lassen. Meistens gibt es da ja kein großes Gedränge und alle sind froh wenn es jemand macht.
In letzter Zeit habe ich mit immer mehr Eltern gesprochen die über dieses oder jenes im Kindergarten unzufrieden waren also habe ich gedacht man muss doch etwas ändern können.
Letztes Jahr ist im/durch den Elternrat nicht viel passiert vor allem auch weil die 4 Eltern (kleiner Kindergarten) im normalen Leben nix mit einander zu tun hatten/haben. Dieses Jahr ist auch das anders also habe ich einfach die Hoffnung das wir etwas ändern können.
Ein weiterer Punkt der mich das glauben lässt ist, dass die Leitung (nach fast 40 Jahren Leitung) in Rente geht und sich durch den Leitungswechsel bestimmt auch etwas tut.
Wir werden sehen. Die erste Aktion ist direkt übermorgen die Verabschiedung der alten Leitung!
In letzter Zeit habe ich mit immer mehr Eltern gesprochen die über dieses oder jenes im Kindergarten unzufrieden waren also habe ich gedacht man muss doch etwas ändern können.
Letztes Jahr ist im/durch den Elternrat nicht viel passiert vor allem auch weil die 4 Eltern (kleiner Kindergarten) im normalen Leben nix mit einander zu tun hatten/haben. Dieses Jahr ist auch das anders also habe ich einfach die Hoffnung das wir etwas ändern können.
Ein weiterer Punkt der mich das glauben lässt ist, dass die Leitung (nach fast 40 Jahren Leitung) in Rente geht und sich durch den Leitungswechsel bestimmt auch etwas tut.
Wir werden sehen. Die erste Aktion ist direkt übermorgen die Verabschiedung der alten Leitung!